China entwickelt neuen Smart-Prozessor

09.11.2017

Am Montag hat das Wissenschafts-Technologie-Unternehmen Cambricon der Chinesischen Akademie der Wissenschaften einen neuromorphen Prozessorkern (NPU) mit künstlicher Intelligenz einer neuen Generation veröffentlicht. Zu seinen schwerpunktmäßigen Anwendungsbereichen gehören unter anderem Mustererkennung, Sicherheitsüberwachung, intelligentes Fahren, Drohnen, Audio-Erkennung und Sprachverarbeitung. In den kommenden drei Jahren kann der Prozessorkern schätzungsweise 30 Prozent des chinesischen Marktes für Hochleistungs-Chips einnehmen.

Cambricon wurde im März 2016 gegründet und besitzt das absolute geistige Eigentumsrecht für den Prozessorkern „Cambricon 1A". Er kann bei wichtigen Aufgaben wie Audio-Erkennung und Sprachverarbeitung genutzt werden. Er ist sehr kompatibel und energieeffizient und wurde zu einem der 15 „führenden wissenschaftlich-technischen Internet-Erfolge der Welt" auf der dritten Welt-Internet-Konferenz gewählt.

Die Leistung von „Cambricon 1A" ist dem Unternehmen zufolge mehr als 25-mal so hoch wie die des traditionellen Vierkernprozessors (CPU) und er ist 50-mal so energieeffizient. Im September 2017 hat die chinesische Firma Huawei einen Smartphone-Chip namens „Kirin 970" veröffentlicht. Durch die Anwendung der Cambricon-Technologie verfügt der Chip über eine starke lokale Verarbeitungsleistung. Während der Prozessor „Apple A11" pro Minute 889 Fotos erkennen kann, analysiert der „Kirin 970" mit der Cambricon-Technologie 2.005 Fotos in der Minute. Wang Xiaobin von der Firma Huawei erklärte:

„Der neu entwickelte Chip ‚Kirin 970' besitzt den Prozessor ‚Cambricon 1A'. Mit ihm als Basis und verbunden mit unserem CPU, GSP und anderen Plattformen für künstliche Intelligenz sind wir in dieser Branche führend. Das ist der Unterstützung und Mitwirkung von Cambricon zu verdanken."

Cambricon hat bereits Kooperationsbeziehungen mit verschiedenen Unternehmen wie Huawei, Alibaba und Lenovo aufgenommen. Zur künftigen Entwicklung sagte Chen Tianshi, CEO von Cambricon:

„Hinsichtlich der Entwicklung von Cambricon in den kommenden drei Jahren habe ich zwei Ziele. Erstens streben wir an, in drei Jahren einen Anteil von 30 Prozent auf dem chinesischen Markt für Hochleistungs-Chips einzunehmen. Zweitens streben wir an, dass in drei Jahren mehr als eine Milliarde Smartgeräte weltweit die Prozessor-Technologie von Cambricon nutzen. Wenn diese zwei Ziele verwirklicht werden können, bin ich überzeugt, dass Cambricon im Wesentlichen ein neues Modell der von China geleiteten Smart-Industrie anregen kann."


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Quelle: CRI

Schlagworte: Smart-Prozessor, China