Chinas wandernde Bevölkerung sinkt zwei Jahre in Folge

14.11.2017

Dem Bericht über die wandernde Bevölkerung in China 2017 der chinesischen Staatlichen Kommission für Gesundheit und Familienplanung zufolge ist die Zahl der wandernden Bevölkerung in China im Jahr 2016 gegenüber dem Ende des Vorjahres um 1,71 Millionen auf 245 Millionen gesunken. Damit ist die wandernde Bevölkerung zwei Jahre in Folge zurückgegangen.

Wang Qian von der Staatlichen Kommission für Gesundheit und Familienplanung sagte, im vergangenen Jahr sei die Migrationstendenz der chinesischen Bevölkerung unverändert geblieben. Chinas Bevölkerung konzentriere sich in den Stadtvierteln. In Küstengebieten, Regionen an Flussufern und entlang der Eisenbahnlinien nehme die Bevölkerungsdichte kontinuierlich zu. Die wandernde Bevölkerung gehe gleichzeitig jedoch zurück.

„Wir glauben, dass dies hauptsächlich auf die wichtigen politischen Maßnahmen des Staats in den letzten Jahren zurückzuführen ist. Der Staat ist zum Beispiel dabei, die Reform des Haushaltsregistersystems voranzutreiben. In diesem Zusammenhang sollen 100 Millionen in ländlichen Gebieten registrierte Einwohner unterstützt werden, sich in Städten niederzulassen. Wanderarbeiter werden motiviert, für Geschäftsgründungen heimzukehren. In manchen Städten wurden Ziele zur Bevölkerungskontrolle festgesetzt. Diese Maßnahmen haben sich auf die Zahl der wandernden Bevölkerung ausgewirkt. Dank der Reform des Haushaltsregistersystems sind einige Menschen aus ländlichen Regionen in den Städten geblieben und wurden als städtische Bewohner registriert. Das hat sich auch auf die Statistiken ausgewirkt."

Der Anteil der jungen Generationen an der wandernden Bevölkerung ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. 2016 waren 56,5 Prozent der wanderden Bevölkerung nach 1980 geboren.

Den Statistiken zufolge ist die Tendenz wandernder Familien nach wie vor steigend. Sie besitzen im Durchschnitt 2,5 Mitglieder und 81,8 Prozent der wandernden Familien bestehen aus mehr als zwei Personen. Professor Duan Chengrong von der Chinesischen Renmin-Universität erklärte, immer mehr Menschen, besonders jene, die nach 1980 geboren seien, hätten ihre Heimat verlassen. Ihre Nachfrage nach öffentlichen Dienstleistungen und Sozialabsicherungen in ihren Niederlassungsorten, wie medizinische Betreuung und Altersversorgung, steige.

„Diese Menschen erwarten eine bessere Entwicklung in den Städten, zum Beispiel bei der Beschäftigung und beim Einkommen. Sie hegen außerdem höhere Erwartungen an die Entwicklung und Bildung ihrer Kinder. Die ganze Gesellschaft, besonders die Städte, müssen ihnen also noch bessere Bedingungen schaffen und Möglichkeiten anbieten."


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Quelle: CRI

Schlagworte: China, wandernde Bevölkerung