16+1-Kooperation

Chinas Ministerpräsident zu Staatsbesuch in Ungarn eingetroffen

27.11.2017



Chinas Ministerpräsident Li Keqiang ist am Sonntag zu einem offiziellen Besuch in Ungarn eingetroffen. Er nimmt in der ungarischen Hauptstadt Budapest am Treffen der 16 zentral- und osteuropäischen Länder teil. Die Staatschefs werden voraussichtlich ein neues Grundsatzdokument für die Zusammenarbeit beraten, die vor fünf Jahren ins Leben gerufen wurde. Zudem sollen die bilateralen Beziehungen zwischen China und Ungarn auf eine neue Stufe gehoben werden.

 

Li ist noch bis Mittwoch in Ungarn. Anschließend reist er ins russische Sotschi und nimmt am Treffen der Regierungschefs der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit teil, das von Donnerstag auf Freitag stattfindet. Die 16+1-Kooperation sei in den vergangenen Jahren gewachsen, sagte Li bei seiner Ankunft. Die Menschen aller beteiligten Länder hätten davon profitiert.

 

„China ist bereit, mit allen Seiten zusammenzuarbeiten um die Ergebnisse der vergangenen fünf Jahre zu überprüfen und eine Blaupause für die nächsten fünf Jahre zu entwickeln, damit wir noch mehr Erfolg haben“, sagte Li.

 

In einem Gastbeitrag für die Hungarian Times schrieb der Ministerpräsident, die 16+1-Kooperation sei im Wachsen begriffen und der Mechanismus habe sich in den vergangenen fünf Jahren stetig verbessert. Dies habe in allen Bereichen zu bemerkenswertem Erfolg geführt.

 

Die wirtschaftliche Kooperation habe ein stetiges Wachstum verzeichnet. Das bilaterale Handelsvolumen habe von 43,9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2010 auf 58,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016 zugenommen. Auch eine Reihe von wegweisenden Projekten sei erfolgreich abgeschlossen worden, so Li.

 

Li: „Beziehungen in der besten Phase ihrer Geschichte“

 

Über die chinesisch-ungarischen Beziehungen sagte er, beide Länder würden sich einer tiefgreifenden, traditionellen Freundschaft erfreuen. Li lobte zudem die Entwicklung der bilateralen Beziehungen seit deren Aufnahme vor 60 Jahren.

 

„Ich freue mich auf die Gespräche mit der ungarischen Seite sowie die gemeinsame Ausgestaltung der chinesisch-ungarischen umfassenden strategischen Partnerschaft“, sagte Li. Bei seinem Besuch trifft Chinas Premier auch auf den ungarischen Staatspräsidenten Janos Ader und den Präsidenten des ungarischen Parlaments, Laszlo Kover.

 

In seinem Artikel für die Hungarian Times schrieb Li zudem, beide Länder seien Unterstützer und Nutznießer der wirtschaftlichen Globalisierung. Die Öffnung und Förderung von Handel und Investitionen liege im Interesse beider Seiten.

 

Der Premierminister lobte die strategische Verknüpfung von Chinas Seidenstraßeninitiative mit der ungarischen Politik der Öffnung nach Osten. Durch die 16+1-Kooperation befinde sich die Zusammenarbeit beider Länder auf der Überholspur. Dadurch seien in den Bereichen Investitionen, Finanzen, Landwirtschaft, wissenschaftliche und technologische Kooperation sowie bei der Zusammenarbeit von kleinen und mittleren Unternehmen Fortschritte erzielt worden.

 

Auch im zivilgesellschaftlichen Austausch sei in den Bereichen Sport, Kultur, Bildung, Tourismus und bei der Förderung traditioneller chinesischer Medizin ein Durchbruch erreicht worden. Beide Seiten stimmten darin überein, das die bilateralen Beziehungen die beste Phase ihrer Geschichte durchlaufen würden, sagte Li.


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Li Keqiang, Ungarn, China, Staatsbesuch