Telefongespräch

Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel bleibt unverzichtbares Ziel

30.11.2017

Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping hat Mittwochnacht in einem Telefongespräch mit US-Präsident Donald Trump bekräftigt, dass die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel Chinas unverzichtbares Ziel sei, nachdem Nordkorea eine Rakete abgefeuert habe, mit der das amerikanische Festland zu erreichen für möglich gehalten werde. 



Xi sagte Trump, dass die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel, die Aufrechterhaltung der Nichtverbreitung von Atomwaffen und die Bewahrung von Frieden und Stabilität in Nordostasien die unverzichtbaren Ziele der chinesischen Politik seien und das China willens sei, gemeinsam mit den USA die Atomfrage einer friedlichen Beilegung zuzuführen, berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. 


Xi unterstrich seine Bereitschaft, mit den USA und allen anderen beteiligten Parteien in Kontakt zu bleiben und gemeinsam auf eine friedliche Lösung auf dem Verhandlungswege hinzuarbeiten.

Trump sagte, dass Washington Chinas wichtige Rolle für die Lösung der Atomfrage hochschätze und bereit sei, die Verbindung und Koordination mit China zu diesem Thema auszubauen, so Xinhua. 

Über sein Telefongespräch mit Xi schickte Trump später einen Tweet und kündigte "für den heutigen Tag weitere umfangreiche Sanktionen gegenüber Nordkorea" an.

Trump habe außerdem jeweils mit den Regierungschefs von Japan und Südkorea telefoniert, gab das Weiße Haus bekannt.

In ihrem Gespräch bekräftigten Donald Trump und der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe ihre Entschlossenheit, die atomare Bedrohung durch Nordkorea zu beenden, während Trump und sein südkoreanischer Amtskollege Moon Jae-in Nordkorea wegen seines Atom- und Raketenprogramms verurteilten.

Nach Auffassung chinesischer Experten seien die USA und Südkorea Gefangene ihrer eigenen Strategie, die aus Wortgefechten und dem Aufbau einer militärischen Drohkulisse bestünde, sich aber ganz offensichtlich als nutzlos erwiesen habe. Sie  habe im Gegenteil die Risiken für die internationale Gemeinschaft erhöht.

Wegen des Raketenstarts tagte der UN-Sicherheitsrat Mittwochnachmittag zu einer Dringlichkeitssitzung.

Das chinesische Außenministerium sprach sich am Mittwoch gegen jedwede Erweiterung der juristischen Zuständigkeiten und alle einseitigen Sanktionen aus, die den UN-Sicherheitsrat außen vor ließen.

Nordkorea hatte den erfolgreichen Test einer Hwasong-15 bekannt gegeben. Die Korean Central News Agency (KCNA) meldete, dass die Rakete in der Lage sei, das gesamte amerikanische Festland zu erreichen.

 
"Von Nordkorea veröffentlichte technische Daten legen nahe, dass die Reichweite der Hwasong-15 Rakete 10.000 Kilometer überschreiten könnte.  Dies würde bedeuten, dass sie in einem Ziel auf dem amerikanischen Festland einschlagen könnte," sagte der Beijinger Militärexperte Song Zhongping am Mittwoch gegenüber der Global Times.

Der Raketenstart vom Mittwoch ist der dritte Test einer Ballistischen Interkontinentalrakete (ICBM) durch Nordkorea. Ihm waren im Juli zwei Teststarts von jeweils einer Hwasong-14 vorausgegangen.

Song hält es für wahrscheinlich, dass Nordkorea zur Abrundung der Konstruktion seiner Raketen der Typen Hwasong-15, Hwasong-14 oder Hwasong-12 weitere Teststarts durchführen wird.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Denuklearisierung,koreanische Halbinsel,Nordkorea