Gipfeltreffen

China und Kanada wollen Freihandel vorantreiben

05.12.2017

China und Kanada hätten sich darauf verständigt, Machbarkeitsstudien zum Freihandel offen und pragmatisch durchzuführen, sagte Chinas Ministerpräsident Li Keqiang nach einem Treffen mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau in der Großen Halle des Volkes am Montag.



Chinas Ministerpräsident Li Keqiang und der kanadische Premierminister Justin Trudeau auf einer Pressekonferenz am Montag, Foto: Xinhua.

 

Trudeau, der seit zwei Jahren Regierungschef in Kanada ist, unternimmt von Sonntag bis Donnerstag seinen zweiten offiziellen Besuch in China.

 

Li sagte, die bilateralen Beziehungen durchlebten ein „goldenes Zeitalter“. Da beide Länder komplementäre Vorteile besäßen, sollte die Kooperation weiter diversifiziert werden. „China ist zu einer offenen und unvoreingenommenen Diskussion über ein Freihandelsabkommen mit Kanada und beide Länder sind bereit, freien Handel und Investitionen zu stärken“, fügte er hinzu.

 

Während Trudeaus erstem Besuch in Beijing waren einmal jährlich stattfindende Treffen der Regierungschefs vereinbart worden. Trudeau bezeichnete den Dialog als „den besten Weg zum Aufbau von stärkeren und umfassenderen Beziehungen.“ Starke und stabile Beziehungen mit China lägen im besten Interesse aller Kanadier, denn so könnten in Kanada Arbeitsplätze geschaffen und die Mittelschicht gestärkt werden, unterstrich er.

 

„Kanada war immer eine Handelsnation, doch die Struktur des internationalen Handels verändert sich, und darauf müssen wir reagieren“, sagte Trudeau der Presse. „Wenn es richtig gemacht wird, bringt ein Handelsabkommen Vorteile für beide Seiten. Es schafft Arbeitsplätze, stärkt die Mittelschicht und verhilft unserer Wirtschaft zum Wachstum“, fügte er hinzu.

 

Li und Trudeau erzielten in zahlreichen Themenfeldern Einigkeit, zum Beispiel beim gemeinsamen Vorgehen gegen den Klimawandel und sauberem Wachstum. Auch das „China-Kanada-Jahr des Tourismus“, das 2018 ansteht, war Gegenstand der Gespräche. Zudem wurden auch drei Kooperationsdokumente in den Bereichen Lebensmittelsicherheit, Energie und Bildungsaustausch unterzeichnet.

 

Der erste Stopp auf der Reise des kanadischen Premiers war die Firmenzentrale von Sina Weibo. Dort warb er für den Tourismus und traf Jugendliche. Später nimmt er am Fortune Global Forum in Guangzhou teil und spricht dort mit Wirtschaftsvertretern.

 

Nach Angaben des chinesischen Handelsministeriums ist der Handel zwischen China und Kanada in der ersten Hälfte des Jahres 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,5 Prozent gestiegen.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: China