Vorschulerziehung

China plant neue Gesetze zur Vorschulbildung

06.12.2017

China werde sich dafür einsetzen, dass die Gesetze zur Vorschulbildung eine gesetzliche Garantie für den Betrieb und das Management solcher Einrichtungen bieten, sagte vor kurzem der Vize-Bildungsminister Tian Xuejun.

Tian machte seine Äußerungen auf einer Pressekonferenz, die vom Informationsbüro des Staatsrats organisiert wurde, nach einem Fall von Kindesmisshandlung im RYB Education New World Kindergarten in Beijing, der vergangene Woche die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit erregt hat.

Tian sagte, das Ministerium recherchiere bereits über die Gesetzgebung. „Das Ministerium wird auch die Anforderungen an die Qualifikationen von Erziehern vervollständigen, und erwägt, einen Ethik-Kodex für sie zu formulieren”, sagte Tian. Er erwähnte auch einen Plan, um die Aufsicht über Kindergärten zu verstärken und das Problem der unzureichenden Ressourcen für die Vorschulerziehung zu lösen.

Eine Erzieherin war wegen des Verdachts auf Kindesmisshandlung in dem besagten Beijinger Kindergarten festgenommen worden. Die Beijinger Polizei sagte, die Erzieherin namens Liu (22) sei wegen Verdachts auf Kindesmisshandlung im RYB Education New World-Kindergarten im Bezirk Chaoyang festgenommen wurde. Die Polizei sagte, sie hätte keine Beweise gefunden, dass die Kinder sexuell missbraucht worden seien.

Tian sagte, der Fall zeige den Konflikt zwischen der öffentlichen Nachfrage nach Kindergärten und der unzureichenden Entwicklung der Vorschulbildung auf. „Er zeigt auch, dass einige lokale Behörden und Kindergärten immer noch Probleme mit schlecht fundiertem Management haben und die Vorschriften nicht umsetzen oder nicht vollständig umsetzen", so Tian weiter. Seit 2010 sei die Bruttoanmelderate für die dreijährige vorschulische Bildung von 50,9 Prozent auf 77,4 Prozent gestiegen, fügte er hinzu.


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: China,Gesetze,Vorschulbildung