Geldversorgung sieht stetigen Anstieg

13.12.2017

Chinas Wachstumsrate bei der Geldversorgung und die neuen Yuan-Kredite haben jeweils beide einen Anstieg im November verzeichnen können, um das wirtschaftliche Wachstum zu unterstützen. Dieses Wachstum gelang, obwohl die Finanzbehörden betont hatten, dass die Vermeidung von Risiken bei den Politikrichtlinien Priorität haben müsse. 

Die Geldmenge M2, die das sich im Umlauf befindliche Bargeld sowie alle Einlagen umfasst, konnte im letzten Monat in einem Jahresvergleich einen Anstieg von 9,1 Prozent verzeichnen. Im Vergleich lag die Zahl im Oktober noch bei 8,8 Prozent. Allerdings liegt sie immer noch um 2,3 Prozentpunkte niedriger als ein Jahr zuvor. Dies geht aus Daten hervor, die am Montag von der „People's Bank of China“ veröffentlicht wurden, also der chinesischen Zentralbank. 

Die neuen Kredite der Bank in Yuan sind im November auf 1,12 Billionen Yuan (169,69 Milliarden US-Dollar) angewachsen. Das ist fast das Doppelte als die 663,2 Milliarden Yuan vom Oktober. Die Rate liegt auch weit über den Markterwartungen, die von 800 Milliarden Yuan ausgegangen waren, verglichen mit den 1,27 Billionen Yuan vom September, wie die offiziellen Daten zeigten. 

Mit Ende des letzten Monats ist die ausstehende Kreditsumme in Yuan gegenüber dem Vorjahr um 13,3 Prozent angewachsen. Die neuen Kredite haben in den ersten 11 Monaten insgesamt 12,94 Billionen Yuan erreicht, das ist um 290 Milliarden Yuan höher als der Ganzjahresrekord aus dem Jahr 2016. 

Zhou Xiaochuan, der Gouverneur der chinesischen Zentralbank sagte bei einer internen Sitzung am Montag, dass die Finanzregulierungs-Behörden darauf achtgeben müssten, die finanziellen Risiken proaktiver und effektiver zu verringern, um das wirtschaftliche Wachstum auszubalancieren. „Der nächste Schritt ist es, die Schlüsselziele der Finanzreform sowie des Öffnungsprozesses und der innovativen Entwicklung zu identifizieren“, sagte Zhou. 

Die obersten Finanzregulatoren haben das Geldlieferungswachstum abgekühlt und neue Regulative herausgegeben, um Hochrisikokredite einzudämmen, speziell das „Schattenbanken“-Business, um System-bedingte Finanzrisiken zu vermeiden.     

Louis Kuijs, der Direktor des Instituts „Asia Economics“ an der Einrichtung „Oxford Economics“ sagte: „Im Jahr 2018 erwarten wir, dass sich die Entscheidungsträger darauf konzentrieren werden, den Finanzrisiken vorzubeugen und jene Bereiche zu entschulden, die als besonders risikoreich für das Finanzsystem gelten. Wir erwarten eine Verschärfung der Regularien in Hinblick auf die Schattenbank-Aktivitäten.“ 

Er erwartet auch, dass die Entscheidungsträger darauf abzielen, eine graduelle Abkühlung des Kreditwachstums im nächsten Jahr zu erreichen. „Nachdem man das anvisierte 13,8-Prozent Wachstum für das Jahr 2017 wahrscheinlich leicht überbieten wird, sagen wir voraus, dass sich das Kreditwachstum im Jahr 2018 bei ungefähr 13 Prozent einpegeln wird.“ 

Am Montag veröffentlichte die Zentralbank außerdem die Daten der Sozialfinanzen in ganz China, welche die Kredite und Liquidität in der Wirtschaft messen. Dazu zählen Off-Balance Finanzierungen, die im November von 1,04 Billionen Yuan im Monat davor auf 1,6 Billionen Yuan angestiegen sind.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Zentralbank,Geldmenge