Energieerzeugung

Nationales System für CO2-Emissionshandel gestartet

20.12.2017

China hat am Dienstag den weltgrößten Markt für CO2-Emissionshandel eröffnet. Allerdings wird es noch drei Jahre dauern, bis eine Transaktion stattfindet.

Der landesweite Markt für CO2-Emissionshandel wird in der Frühphase nur für die Energieerzeugungsbranche geöffnet, wie die nationale Entwicklungs- und Reformkommission mitteilte.

Dennoch wird er, der Kommission zufolge, den Markt der Europäischen Union mit rund 1.600 Energieerzeugungsunternehmen, die mit der Erzeugung von 3,3 Milliarden Tonnen Kohlenstoff  beteiligt sind, überschreiten.

Die Energiebranche in China verursacht ein Drittel der chinesischen Kohlendioxidemissionen, wie Statistiken der Kommission zeigten.

Die Regierung plant, ein Jahr lang ein landesweites Registrierungssystem einzurichten, das alle Teilnehmer in der Energieerzeugungsbranche erfasst. Ein weiteres Jahr will sie damit verbringen, die Aufsichtssysteme zu verbessern, indem sie in dieser Branche einen CO2-Emissionshandel auf Probe erlaubt, wie aus dem dreijährigen strategischen Fahrplan der Kommission hervorgeht.

Echte landesweite Transaktionen sollen voraussichtlich nach Beendigung der Vorbereitungsphase erfolgen.

Weitere Branchen sollen im Jahr 2020 dazukommen, hieß es in dem Dokument.

In den ersten zwei Jahren werden dem Dokument zufolge keine Finanzprodukte wie CO2-Emissionshandel-Termingeschäfte erhältlich sein.

Eine Vielzahl von Finanzprodukten könnten eingeführt werden, sobald die Bedingungen in Bezug auf gut etablierte Überwachungssysteme „reif werden“, hieß es in dem Dokument.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Kohlenstoffhandel,Energie