Staatliche Schätze

Im Ausland lebende Chinesen unterstützen die Rückführung von Antiquitäten

21.12.2017

Seidenstraßenlandschaft ist ein Gemälde aus der Zeit der Ming-Dynastie (1368-1644). Es wurde gerade in das Palastmuseum Chinas zurückgeführt. Über 70 Jahre lang war es in einem privaten japanischen Museum aufbewahrt worden. Es stellt 211 Koordinaten der Seidenstraße dar. Während des kürzlichen Besuchs von US-Präsident Donald Trump im Palastmuseum ist es sehr von ihm gelobt worden.

Das Seidenrollbild hat eine Länge von 30,12 Metern. Es ist mit besonderen blauen und grünen Mineralfarben gemalt. Das Bild stammt aus der Regierungszeit von Jiajing (1522-1566) der Ming-Dynastie. Es wurde mit Hilfe des chinesisch-australischen Milliardärs Xu Rongmao nach China zurückgebracht.

"Als ich erfahren hatte, dass das Palastmuseum Geldprobleme hat, hatte ich das Gefühl, verantwortlich dafür zu sein, das Gemälde zurück nach Hause zu bringen", sagte Xu. Er hat das Bild Ende November für 17 Millionen Euro gekauft und dem Palastmuseum gespendet.

In den zurückliegenden Jahren hätten immer mehr im Ausland lebende Chinesen geholfen, Antiquitäten nach China zurückzubringen, berichten die Medien.

Es gebe etwa 1,64 Millionen chinesische Antiquitäten in ca. 200 Museen. Sie verteilten sich über 47 Länder auf der ganzen Welt, besagt ein Bericht, der von der UNESCO herausgegeben wurde. 1840 fand der erste Opiumkrieg statt. Daraufhin seien über zehn Millionen chinesische Antiquitäten gestohlen und illegal ins Ausland verkauft worden. Zu ihnen zählten mehr als eine Million staatliche Antiquitäten ersten und zweiten Ranges, besagen Statistiken der Chinesischen Akademie für Kulturelle Reliquien.

"Die Rückführung der staatlichen Schätze wird durch die Patenschaft und das Verhandlungsgeschick in aller Welt lebender Chinesen unterstützt", sagt Shan Jixiang. Er ist Kurator des Palastmuseums.

Der chinesisch-belgische Porzellansammler Wu Pei hat über 1000 Stücke aus Sammlungen nach China zurückgebracht. Weiterhin hat er 2014 die Ming and Qing Dynasty Exported China Ausstellung veranstaltet. Sammeln ist nicht nur Wus Interesse. Es ist auch Teil eines Traums, die Rückführung von Antiquitäten zu erreichen.

Auch der chinesisch-ungarische Verhandlungsführer Li Zhen hilft den Bewohnern des Dorfes Yangchun in der südostchinesischen Provinz Fujian. Sie kämpfen um die Rückkehr ihrer Buddha-Statue. Sie war 2015 gestohlen worden.

Der Amerikaner chinesischer Abstammung Zhao Sihong hat mit seinem Team seit 2004 über 5000 Antiquitäten nach China zurückgebracht.


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Gemälde,China,Antiquitäten,Ausland,Rückführung