Archäologie

Beijing hilft Gürtel- und Straßenländern beim Schutz historischer Stätten

24.12.2017

China will 2018 in Übereinstimmung mit der Gürtel- und Straßeninitiative die grenzüberschreitende Zusammenarbeit stärken bei der Erhaltung historischer Stätten und der gemeinsamen Archäologie.

Laut Xie Bing, dem Leiter des Büros der Staatsverwaltung von Kulturerbe, wird China voraussichtlich im kommenden Jahr mit der Restaurierung von Tempeln in Bagan beginnen. Die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Tempel in Myanmar wurden im Jahr 2016 bei einem Erdbeben beschädigt.

Der Plan basiert auf einer Absichtserklärung, die im Mai während des Gürtel- und Straßenforums für internationale Zusammenarbeit in Beijing von den Staats- und Regierungschefs der beiden Länder verabschiedet worden war.

Derweil steht die von China geleitete Restaurierung des Ta-Keo-Tempels in Angkor Wat im nächsten Jahr vor dem Abschluss, sagte Xie auf einer Pressekonferenz in Beijing. Die 2010 begonnenen Arbeiten sind eines der größten Programme, bei denen sich China für das Kulturerbe im Ausland einsetzt.

Weitere gemeinsame archäologische Projekte sind im kommenden Jahr in Saudi-Arabien, Iran, Bangladesch und Kasachstan geplant. Eine sino-saudische Genossenschaft, die die Ruinen eines alten Hafens in der Nähe von Mekka ausgräbt, soll ihre Rolle auf der Maritimen Seidenstraße erfüllen. China hofft, 2018 auch zum Schutz von Stätten in Pakistan und Sri Lanka beizutragen. "Wir bemühen uns, die gemeinsamen kulturellen Gene des gegenseitigen Verständnisses und Vertrauens zu stärken. Das heißt, eine Gemeinschaft der gemeinsamen Zukunft der Menschheit aufzubauen".

In den kommenden Jahren sollen auch die chinesischen Nationalschätze in mehr Gürtel- und Straßenländern ausgestellt werden. "Das kulturelle Erbe ist heute ein wichtiger Teil der Diplomatie und dient dem größeren Ziel, den Kontakt zwischen den Völkern zu verbessern“, so Xie.

2017 war China in 23 grenzübergreifende Kooperationsprojekte in 16 Ländern zur Erhaltung historischer Stätten oder in archäologische Tätigkeiten involviert. Im nepalesischen Katmandu begann die Chinesische Akademie für Kulturerbe beispielsweise im August mit dem Wiederaufbau des neunstöckigen Basantapur-Turms am Durban-Platz. Der Platz war im 17. und 18. Jahrhundert entstanden und bis zu seiner Zerstörung bei einem Erdbeben im Jahr 2015 eine wichtige Touristenattraktion.

“Bei der Hilfe geht es nicht nur um den Wiederaufbau der Architektur, sondern auch um die Wiederbelebung der Lebensgrundlage der lokalen Gemeinschaften“, sagte Lu Qiong, ein Experte der Staatlichen Verwaltung von Kulturerbe. „Das ist ein gemeinsames Anliegen mit unseren Kollegen in anderen Ländern.“


Anfang dieses Jahres hatte die Regierung angekündigt, dass China Einrichtungen schaffen wird, in denen gefährdete Relikte aus Konfliktzonen vorübergehend verwahrt werden können. Eine solche neue Einrichtung werde im Chinesischen Nationalmuseum bald in Betrieb gehen.


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: China,Gürtel- und Straßeninitiative,Archäologie