Ranking

Chinas Hauptstadt landesweit führend beim Umweltschutz

27.12.2017

Am Dienstag wurde erstmals ein Ranking veröffentlicht, das den Grad der ökologisch verträglichen Entwicklung von Provinzen und Regionen widerspiegelt und nicht das Wachstum des Bruttoinlandsprodukt als Indikator für Entwicklung zugrundelegt.



Analysten sagen, dass dieser Schritt zu einer koordinierteren sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung im Zeichen des Umweltschutzes beitragen wird.


Beijing führt unter den 31 Provinzen und Regionen des chinesischen Festlandes in der Gesamtwertung. Fujian, Zhejiang, Shanghai und Chongqing folgen auf den Plätzen zwei bis fünf. Nach Angaben des Nationalen Statistikamtes bilden die Autonomen Gebiete Ningxia, Tibet und Xinjiang das Schlusslicht des Rankings.


Der Index berücksichtigt sieben Hauptfaktoren: Nutzung von Ressourcen, Aufsicht über Umweltverträglichkeit, Qualität der natürlichen Umwelt, Umweltschutz, Wachstumsqualität, Umweltbewusstsein und Zufriedenheit der Bevölkerung. Indikatoren wie Gesamtenergieverbrauch, Ausstoss von Kohlenstoffdioxid pro Einheit des Bruttoinlandsproduktes und Wasserverbrauch werden in der Beurteilung berücksichtigt.


Die Hauptstadt punktet vor allem bei der Aufsicht über Umweltverträglichkeit, Wachstumsqualität und Umweltbewusstsein, fällt aber deutlich zurück bei der Qualität der natürlichen Umwelt.


Seit 2013 unternimmt China verstärkt Anstrengungen, um sein Wachstumsmodell zu verbessern und die Qualität der natürlichen Umwelt zu heben. Letzten Oktober hat auf dem 19. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas die Führung gefordert, einer aufeinander abgestimmten wirtschaftlichen, sozialen und umweltgerechten Entwicklung der Gesellschaft mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Dazu bedürfe es unter anderem einer Verbesserung der Aufsicht und Evaluierung von Faktoren, die das Wirtschaftsleben und die Lebensqualität der Bevölkerung betreffen.


Der Index werde eine wichtige Rolle für die Verbesserung der Evaluierung der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung Chinas spielen und die Verwaltung dazu anleiten, neue Entwicklungskonzepte zu implementieren und Karrieremodelle für die Beamtenschaft zu verbessern, sagte Ning Jizhe, stellvertretender Leiter der Nationalen Kommission für Reform und Entwicklung.


"Der Aufbau einer Kultur der Ökologie ist ein langfrsitiges Unterfangen. Ernsthaft durchdachte Projekte und alljährliche Evaluierungen der grünen Entwicklung werden in Zukunft der Standard sein," sagte Ning, der zugleich Leiter des Nationalen Statistikamtes ist.


Der auf Erhebungen des Amtes beruhende Zufriedenheitsindex der Bevölkerung enthält nach Angaben von Jin Yongjin, Ökonom an der Beijinger Volksuniversität, 14 Indikatoren, darunter die Einschätzung der Qualität der natürlichen Umgebung und der Qualität des lokalen Umweltschutzes.


Die Untersuchung der Zufriedenheit sei in allen Gebieten ernsthaft und sorgfältig durchgeführt worden, sagte er. . "Daher sind die auch Ergebnisse verlässlich und überzeugend."


Der Entschluss zur Erhebung der Zufriedenheit der Bevölkerung ist “realistisch und findet die Unterstützung der Öffentlichkeit,” sagte Li Xiaoxi, Volkswirt an der Beijing Normal University.


Er sagte, dass der Index der Umweltqualität "den Entwicklungsgrad des Umweltschutzes in Chinas Provinzen und Regionen widerspiegeln kann".

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Umweltschutz,Bruttoinlandsprodukt,Ranking