Plan

Chinesische Behörden wollen gegen Mobbing unter Schülern vorgehen

28.12.2017

Elf Abteilungen der chinesischen Regierung veröffentlichten am Mittwoch gemeinsam einen Plan zum Management von Mobbing an Grund- und Mittelschulen.



Der Plan wurde vor dem Hintergrund zunehmenden Mobbings in den Schulen vorgestellt, nachdem das Problem zuletzt in der breiten Öffentlichkeit Anlass zur Sorge gegeben hat. Bis vor kurzem fehlte eine klare rechtliche Unterscheidung zwischen Scherzen und dem Mobbing unter Schülern.


Gemäß den neuen Richtlinien gilt als Tyrann, wer vorsätzlich oder böswillig Körperverletzungen, Eigentumsverluste oder seelische Schäden innerhalb oder außerhalb des Campus verursacht. Die Schulen müssen Mobbing in Übereinstimmung mit Gesetzen und Vorschriften bearbeiten und Fälle grundsätzlich innerhalb von zehn Tagen abschließen.


Die für die Prävention zuständige Schulkommission muss die als Mobber beurteilten Schüler überwachen und je nach Fall entsprechende Strafen bestimmen. Dies geschieht über die Festlegung eines speziellen Ausbildungsplans. In kleineren Fällen müssen sich die Täter persönlich oder schriftlich bei ihren Opfern entschuldigen.


Wenn das Opfer offensichtliche körperliche oder geistige Schäden erlitten hat, sollte die Schule die öffentlichen Sicherheitsbüros um Hilfe bitten, damit diese den Angreifer verwarnen oder tadeln können. Reuelose Täter werden in eine Besserungsanstalt geschickt.


Im Falle einer Berufung wird das Präventionsamt auf Bezirksebene zur Verantwortung gezogen. Eine erneute Überprüfung sollte innerhalb von 15 Tagen abgeschlossen sein. Bei Fällen, in denen gegen Gesetze oder Regeln außerhalb des Zuständigkeitsbereichs von Schulkommissionen verstoßen wird, sollte ein Gerichtsverfahren eröffnet werden.


Der Plan wurde gemeinsam bekanntgegeben vom Bildungsministerium, dem Obersten Volksgerichtshof, der Obersten Volksstaatsanwaltschaft, dem Ministerium für Öffentliche Sicherheit, dem Büro der Zentralen Umfassenden Verwaltungskommission, dem Ministerium für Zivile Angelegenheiten, dem Justizministerium und dem Ministerium für Humanressourcen und soziale Sicherheit, der Zentralkommunistischen Jugendliga, der Allchinesische Frauenföderation und der Chinesischen Behindertenvereinigung.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Grund- und Mittelschule,Bildungsministerium,Körperverletzung