Forschungsaktivitäten in der Antarktis

Unbemannte Polarstation erfolgreich

08.03.2018


Die erste unbemannte chinesische Wetterstation, die im Dome Argus, dem höchsten Punkt der Antarktischen Hochebene, stationiert wurde, wurde nach einem Testjahr als Erfolg gefeiert.

Die automatische Station ist das Ergebnis intensiver Forschung der Chinesischen Akademie der Meteorologischen Wissenschaften. Am Montag sagte die Chinesische Meteorologieverwaltung, das Ergebnis bedeute, dass das Land neben Australien und den USA die dritte Nation geworden sei, die automatisch die Klimabedingungen in den kältesten Regionen des antarktischen Eisschildes messen könne. „Der Bau der Station wurde am 6. Januar vergangenen Jahres am Dome Argus fertiggestellt, der eine Höhe von 4.093 Metern hat“, sagte Ding Minghu, stellvertretender Direktor des Instituts für Polarmeteorologie der Akademie. „Nach einem Jahr Tests hat die Station erfolgreich Wetterdaten gesammelt, ohne einmal eine Panne gehabt zu haben. Die Station hat es mehrmals geschafft, ultraniedrige Temperaturen unter -70 Grad Celsius zu registrieren. Am 10. Juli verzeichnete sie eine Temperatur von -78,9 Grad Celsius, die niedrigste Temperatur, die jemals an dem Ort gemessen worden ist.“

Ding fügte hinzu, dass die Effizienz und Genauigkeit der Statistiken durch Vergleichsdaten belegt worden sei, die von automatischen Wetterstationen anderer Länder gesammelt wurden. Zhang Xia, ein Forscher des Chinesischen Polarforschungsinstituts, sagte, die automatische und unbemannte Wetterstation sei notwendig, da es für die Menschen schwierig sei, unter den extremen antarktischen Bedingungen längere Zeit in der Antarktis zu bleiben. „Diese automatisierte Wetterstation leistet Beiträge in vielen Bereichen“, sagte er. „Sie sichert Chinas Forschungsaktivitäten in der Antarktis durch die Verbesserung unserer unabhängigen Forschungs- und Entwicklungskapazitäten. Sie hilft auch, durch die gemeinsame Nutzung der gesammelten Daten ein globales meteorologisches System zu etablieren. Außerdem ermöglicht sie bessere Wettervorhersagen für Flüge oder andere Flugoperationen über der Gegend.“

Nach Angaben der Meteorologischen Verwaltung hat die Akademie seit 2010 Anlagen für automatisierte Wetterstationen erforscht, die bei extrem niedrigen Temperaturen beständig sind, einschließlich Batterietechnologie, Windrichtungsdetektoren und Energiesteuersystemen. Nach acht Jahren Praxistests und zwei aufeinander folgenden Ausfällen in den Jahren 2015 und 2016 ist es der Akademie gelungen, bei der Entwicklung von effektiven Sensoren und Energiesteuerungssystemen Erfolge zu verzeichnen.


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Wetterstation,Dome Argus,Meteorologie,Polarstation