Ein-China-Prinzip

​Apple verärgert chinesische Kunden

14.09.2018

Der Tech-Konzern Apple hat seine chinesischen Kunden bei der Präsentation der neuesten iPhone-Serie verärgert. Darin wurden China, Hongkong und Taiwan als eigenständige Länder aufgeführt. Die Kritik ließ nicht lange auf sich warten.  

Ein Screenshot von Apples Produktpräsentation am Mittwoch, Bild von Global Times.


Chinesische Internetnutzer haben Apple dazu aufgerufen, das Ein-China-Prinzip zu beachten. Am Mittwoch hatte das Unternehmen bei der Präsentation seines neuesten Handys China, Hongkong und Taiwan als eigenständige Länder aufgeführt.

 

Auf einer Grafik, auf der diejenigen Länder angezeigt wurden, in denen das neue iPhone XS am Freitag erscheint, waren Hongkong und Taiwan gleichrangig mit China gelistet. Zudem war Taiwan drei Plätze von China entfernt. Hongkong und Taiwan sind untrennbare Bestandteile von China, wie klargestellt wurde, was auch von den Vereinten Nationen anerkannt wird. Da auf der Präsentation auch die zu den Vereinigten Staaten gehörenden Virgin Islands gleichrangig mit den USA aufgezählt wurden, wundern sich die chinesischen Netizens nun, warum Apple dies nicht auch bei China gelang.

 

„Multinationale Konzerne wie Apple haben normalerweise nicht das erforderliche politische Bewusstsein. Dadurch schaden sie ihren eigenen Interessen“, sagte Li Haidong, ein Professor am Institut für Internationale Politik an der Foreign Affairs University. „Ausländische Unternehmen, die in China Geschäfte machen, sollten Chinas Grundwerte akzeptieren“, sagte Li. Doppelte Standards schadeten lediglich dem Ansehen des Unternehmens.

 

Apple ist nicht der erste multinationale Konzern, der doppelte Standards anlegt, wenn es um China geht. Der schwedische Möbelhersteller Ikea hatte im August Irritationen ausgelöst, weil er Taiwan und China auf eine Stufe stellte. Anfang des Jahres wurden mehrere Fluggesellschaften von den chinesischen Behörden dazu aufgefordert, ihre inkorrekte Bezugnahme auf Hongkong, Taiwan und Macau zu ändern.

 

„Wir freuen uns, wenn ausländische Unternehmen in China investieren. Doch diese sollten Chinas Souveränität und territoriale Integrität respektieren, sich an die chinesischen Gesetze halten und die Gefühle des chinesischen Volkes respektieren“, sagte Außenministeriumssprecher Lu Kang bereits im Juni auf einer Pressekonferenz.

Diesen Artikel DruckenMerkenSendenFeedback

Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Apple,Ein-China-Prinzip,iPhone-Serie,Hongkong,Taiwan