Mount Everest

Verbot für gewöhnliche Touristen in der Kernzone

16.02.2019

Der Nationalpark um den Mount Everest hat es gewöhnlichen Touristen verboten, die Kernzone zu betreten. Damit sollen die andauernden Umweltprobleme des höchsten Berges der Welt gelöst werden.



Das Mount Qomolangma National Nature-Reservat (Mount Everst) in der Autonomen Region Tibet hat gewöhnlichen Touristen den Zutritt in ihre Kernzone verboten, um die Umwelt des höchsten Berges der Welt besser zu schützen. Reisende, die über eine Klettererlaubnis verfügen, sind von den Einschränkungen jedoch nicht betroffen.

Mit einer Fläche von 33.800 Quadratkilometern und einer Kernzone von 10.312 Quadratkilometern beherbergt das Reservat eines der weltweit anfälligsten Ökosysteme.

Vor kurzem wurde ein Bericht online veröffentlicht, in dem behauptet wurde, das Qomolangma-Basislager sei „dauerhaft geschädigt wegen starker Verschmutzung". Die örtlichen Behörden bestritten dies jedoch.

Kelsang, stellvertretender Direktor des Reservats, sagte, gewöhnliche Touristen seien aus Gebieten oberhalb des Klosters Rongpo, etwa 5000 Meter über dem Meeresspiegel, verboten. Ein neues Zeltlager werde fast zwei Kilometer vom ursprünglichen Zeltlager entfernt aufgestellt.

Zwischen April und Oktober haben Dorfbewohner des Bezirks Dingri gewöhnlich schwarze Zelte am Fuße des Qomolangma-Berges errichtet, um Touristen Unterkunft zu bieten, um damit Geld zu verdienen.

Obwohl gewöhnliche Besucher nicht über das Kloster hinausgehen können, wird es sie nicht davon abhalten, den Berg zu schätzen.

„Das neue Zeltlager für normale Touristen kann es immer noch ermöglichen, den 8800 Meter hohen Berg deutlich zu sehen", sagte Kelsang.

Reisende, die über eine Klettererlaubnis verfügen, können das Basislager in einer Höhe von 5200 Metern besuchen. Kelsang sagte, dass die Bergsteigeraktivitäten von der regionalen Forstabteilung genehmigt wurden.

Jahrzehnte nach dem epischen Aufstieg zum Weltgipfel haben die Tibeter am Fuße des Qomolangma-Berges die Armut besiegt, indem sie Profi- und Amateure, Bergsteiger und Touristen empfingen, die den Berg jedoch vor eine ökologische Herausforderung gestellt haben.

Um die Umwelt rund um den Berg Qomolangma zu schützen, führte China im letzten Frühjahr drei größere Reinigungen in einer Höhe von 5200 Metern und mehr durch und sammelte mehr als acht Tonnen Müll, menschlichen Stuhlgang und Bergabfall.

In diesem Jahr wird die Sanierung fortgesetzt, und die Überreste von Bergsteigern über 8000 Metern werden zum ersten Mal zentral behandelt.

In der Zwischenzeit wird die Anzahl der Personen, die im Basislager bleiben, unter 300 bleiben.

Derzeit gibt es 85 Wildtiere im Reservat, und 1000 Hirten haben Teilzeitjobs, die Patrouillen machen und Müll säubern.


„Diese Maßnahmen zielen darauf ab, ein Gleichgewicht zwischen verschiedenen Anforderungen zu finden, wie Umweltschutz, Armutsbekämpfung vor Ort, Bergsteigen und Bildung", sagte Wang Shen, der Bezirksvorsteher von Dingri am Bergfuß.


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Mount Everest, China, Touristen