Lehrer aus Zhejiang unterstützen bessere Bildung in Xinjiang

18.06.2019


Liu Bihe ist der ehemalige stellvertretende Direktor der Chumen Mittelschule in der Stadt Yuhuan in der Provinz Zhejiang. Er ist im Februar 2017 als Unterstützungslehrer in Alar im chinesischen Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang eingetroffen und seitdem als Schulleiter der Tarim Oberschule tätig. Nach seiner Ankunft hat er genaue Untersuchungen angestellt und einen neuen Entwicklungsweg für die Tarim Oberschule ausgearbeitet: Er will eine „bekannte Schule mit eigenem Charakter in Süd-Xinjiang" schaffen.

 

Liu erklärt, um diesen Wunsch in drei bis fünf Jahren zu verwirklichen, sei die wichtigste Aufgabe die Erhöhung der Unterrichtsqualität. Die Unterstützungslehrer aus Zhejiang rotierten nach anderthalb Jahren. Die zehn Lehrer seien direkt in die Abschlussklasse geschickt worden, um dort zu unterrichten. Der stellvertretende Direktor der Tarim Oberschule, Xu Yi, sagt, die Abschlussklasse stelle hohe Anforderungen an die Fähigkeit zur Unterrichtsvorbereitung.

 

„Wir haben die Lehrer aufgefordert, den Unterricht an die Situation der Schüler anzupassen. Bei der Unterrichtsvorbereitung geht es nicht nur um Wissen, sondern die Situation der Schüler muss auch berücksichtigt werden. Der Unterricht muss auf Basis der Schüler gegeben werden sowie zielstrebig und effektiv sein."

 

Wie Xu Yi ist auch Shen Xiaojun im Jahr 2018 als Unterstützungslehrer an die Tarim Oberschule gekommen. Er ist jetzt für den Erdkunde-Unterricht der Abschlussklasse verantwortlich. Durch die Kontakte mit den Schülern ist er sich schnell des größten Problems bewusst:

 

„Als ich nach Xinjiang kam, bemerkte ich, dass die Schüler sehr klug, aber ihre Erfahrungen ungenügend sind. Viele Schüler haben noch nicht einmal Berge gesehen. Das passt nicht wirklich zur Prüfung. Bei der Hochschulaufnahmeprüfung geht es um neueste soziale Phänomene und Technologien. Aus diesem Grund werden meine Kollegen und ich den Schülern die Neuigkeiten aus der Gesellschaft und andere neue Dinge näher bringen."


 

Zhang Jun wurde 2018 als erster Lehrer aus Zhejiang nach Xinjiang geschickt. Er arbeitet bereits seit 37 Jahren als Chemie-Lehrer. Er legt im Unterricht großen Wert auf das Selbstvertrauen der Schüler.

 


„Am wichtigsten ist, dass wir den Schülern Hoffnung geben. Sie sollten zumindest eine positive Einstellung haben. Zum Beispiel können einige Schüler dem Unterricht aufgrund ihrer schlechten Grundlage nicht folgen. Wir müssen dann auf verschiedenen Ebenen unterrichten. Sie gewinnen Selbstbewusstsein, wenn man ihnen einfache Fragen stellt. Über schwierige Fragen können sie dann in einer Gruppe diskutieren."

 

Die nach Xinjiang entsendeten Lehrer haben mindestens fünf Jahre Lehrerfahrung und werden von ihren Kollegen sehr geschätzt. Die einheimische Lehrerin Zhang Fan erklärt:

 


„Ich finde, die größte Veränderung seitdem sie hier sind, sind die neuen Ideen. Sie wurden schließlich alle speziell ausgewählt, um an unserer Schule zu unterrichten. Sie sind als Leiter unserer Gruppe für Unterricht und Forschung tätig und haben uns fortschrittliche Methoden beigebracht. Dadurch ist der Unterricht an der Tarim Oberschule in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Die fortschrittlichen Ideen spielen dabei eine große Rolle."

 

Durch die gemeinsamen Bemühungen der Lehrer aus Zhejiang und ihrer lokalen Kollegen haben die Erfolge der Schüler bei der Hochschulaufnahmeprüfung deutlich zugenommen. Im Jahr 2018 wurden 817 Schüler an einer Hochschule aufgenommen, das sind 317 mehr als 2016.

 

Schulleiter Liu Bihe sagt, neben der Weitergabe von Erfahrungen und der Qualität der Bildung solle auch die allgemeine Erhöhung des Kulturniveaus der Schüler beachtet werden.

 

„2017 haben wir Geldmittel in Höhe von einer Million Yuan RMB erhalten und in Alar ein Zentrum für die seelische Gesundheit von Jugendlichen gegründet. Dadurch soll der Schulstress der Schüler verringert werden. 2018 und 2019 wurden weitere vier Millionen Yuan RMB investiert, die für die Leitung der Schule und die Gründung von Schulverbänden genutzt wurden, wie Gruppen für Malerei, Kalligrafie, nationale Studien, chinesisches Schach und Maker." 

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Quelle: CRI

Schlagworte: Lehrer,Xinjiang,Bildung