COVID-19

G20-Gipfel soll der Welt Hoffnung vermitteln

26.03.2020

Nach Wochen voller chaotischer Reaktionen von einzelnen Ländern auf die Coronavirus-Pandemie, die von verschiedenen Restriktionen bei Reisen und Handel und sogar von gegenseitigen Schuldzuweisungen geprägt waren, streben die führenden Länder der Welt nun nach koordinierten Maßnahmen, um einen gemeinsamen Feind zu bekämpfen. Dies soll einer Welt, die einer noch nie dagewesenen Krise gegenübersteht, die dringend geforderte Orientierung und Hoffnung vermitteln.


Die Führer der G20-Staaten werden am heutigen Donnerstag per Videokonferenz ein virtuelles Gipfeltreffen abhalten, um die Antwort der Welt auf die Pandemie zu formulieren. Das Treffen der G20, die zwei Drittel der Weltbevölkerung vertreten, bietet nach Meinung chinesischer und westlicher Beobachter die beste Plattform zur Koordinierung aller Fragen, die mit der Pandemie zu tun haben, von der Verteilung medizinischer Güter bis hin zur Geldpolitik.


Seite an Seite mit den G20 Mitgliedern werden auch die Führer von Staaten wie Spanien und Singapur sowie die Leiter internationaler Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Internationalen Währungsfonds (IMF) an dem Treffen teilnehmen. Dies geht aus einer Stellungnahme Saudi-Arabiens hervor, das dieses Jahr die Präsidentschaft über die G20 ausübt.


Beobachter gehen davon aus, dass China, das die Epidemie zu Hause effektiv unter Kontrolle gebracht und seine Hilfe für dutzende andere Länder im Kampf gegen die Seuche massiv ausgebaut hat, eine Hauptrolle bei der Koordinierung der weltweiten Bemühungen im Kampf gegen das Virus spielen wird und angesichts seiner Erfahrungen und vorhandener Ressourcen der Welt dabei helfen kann, aus der Krise zu finden.


Seitdem COVID-19 zu Jahresbeginn ausgebrochen ist, und die WHO vor zwei Wochen die Virusinfektion zur weltweiten Pandemie erklärt hat, ist dieses Treffen die erste Zusammenkunft auf dieser Ebene und unter einer so breiten Teilnehmerschaft.


Unter Missachtung von Empfehlungen der WHO und trotz erwiesener Ineffektivität  haben viele Länder von Amerika bis Europa, Afrika und Asien Reisebeschränkungen und in einigen Fällen sogar Handelsbeschränkungen eingeführt, was Druck auf Wirtschaftsaktivitäten ausgeübt und die weltweiten Bemühungen zur Eindämmung der Krankheit behindert hat, denn dadurch wurde der Zugang zu dringend benötigten medizinischen Gütern erschwert. Vertreter der US-Regierung haben durch rassistische Rhetorik sogar versucht, China die Schuld zuzuschieben und so die Aussicht auf Zusammenarbeit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt torpediert.


In einem Brief an die Regierungen der G20-Staaten warnten am Montag die Leiter der WHO, der Internationalen Handelskammer und der Business Twenty Group, „dass nur eine effektive weltweite Zusammenarbeit die humanitären und ökonomischen Herausforderungen der COVID-19 Pandemie" werde meistern können.


Das Schreiben rief die G20-Führer dazu auf, ihren Erfahrungsaustausch zu verbessern, die Versorgung der Bedürftigsten mit medizinischen Gütern sicherzustellen, die internationalen Hilfsmaßnahmen aufzustocken, dringend erforderliche kurz- und mittelfristige geldpolitische Maßnahmen einzuleiten und bestehende sowie drohende Handelskonflikte abzubauen.


Die Rolle Chinas


Allen zeitlich voran in der gegenwärtigen Gesundheits- und Wirtschaftskrise, ist China nach Meinung von Analysten in der perfekten Position, um der Welt dabei zu helfen, das Coronavirus zu bekämpfen und die Weltwirtschaft zu retten, da es im Inland die Epidemie erfolgreich eingedämmt und nach und nach die Wirtschaft wieder gestartet hat.


Chinesische Regierungsvertreter haben seit langem zu internationaler Zusammenarbeit im Kampf gegen das Virus aufgerufen. Vor dem Hintergrund sinkender Ansteckungszahlen in den letzten Tagen hat China seine Hilfe für mehr als achtzig Länder, darunter die schwer von der Pandemie betroffenen Staaten Italien, Spanien und Iran, ausgebaut. Neben der Übermittlung von Erfahrungen im Umgang mit der Seuche liefert China – der weltweit größter Produzent von Gesichtsmasken und Atemgeräten – diese lebenswichtigen Güter in die betroffenen Länder. Chinesische Unternehmen bauen ihre Produktion aus und stellen sich auf eine steigende Zahl von  Aufträgen aus dem Ausland ein.


Das Treffen der G20 am heutigen Donnerstag ist für Staatspräsident Xi Jinping die erste große multilaterale Zusammenkunft in diesem Jahr.


„China hofft, dass der Sondergipfel Maßnahmen zur Förderung der Solidarität und des gemeinsamen Handelns lanciert, die Wirtschaft stabilisiert und zur Konsensbildung beiträgt", sagte Geng Shuang, der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, am gestrigen Mittwoch.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: G20,Coronavirus,Pandemie,Koordinierung,Reisebeschränkung