Terrorismus und Separatismus

Türkei zu erhöhter Wachsamkeit gegenüber Anti-China-Terroristen und nationalistischen Politikern aufgerufen

08.04.2021

Das chinesische Außenministerium und politische Beobachter haben die Türkei dazu aufgerufen, wachsam gegenüber einer kleinen Gruppe von Politikern zu bleiben, die versuchen, Xinjiang betreffende Probleme für selbstsüchtige politische Zwecke auszuschlachten. Die Stellungnahme erfolgte, nachdem es zwischen Ankara und Beijing zum Streit über Äußerungen türkischer Oppositionspolitiker gekommen war, die blutige Gewalttaten in Xinjiang beschönigt hatten. Es wurde zudem davor gewarnt, dass durch derartige Kräfte die terroristische Gefahr, der die Türkei ausgesetzt sei, angefacht würde. Dennoch würde die pragmatische Zusammenarbeit zwischen Beijing und Ankara nicht durch Schmutzkampagnen einzelner Politiker beeinträchtigt werden.    



Die Türkei hatte am Dienstag den chinesischen Botschafter in Ankara, Liu Shaobin, ins Außenministerium einbestellt, nachdem dieser in einem Tweet Äußerungen türkischer Oppositionspolitiker verurteilt und gesagt hatte, dass China das Recht hätte türkischen Oppositionspolitikern "entgegenzutreten". Meral Akşener, Vorsitzende der IYI Parti („Gute Partei“), und der Bürgermeister von Ankara, Mansur Yavaş von der größten Oppositionspartei CHP („Republikanische Volkspartei“), hätten den Umgang Chinas mit den Unruhen 1990 in Baren als "Verfolgung" bezeichnet und die Untaten, bei denen in brutalster Weise Polizisten getötet und weitere Personen entführt worden seien, "Märtyrer-Aktionen" genannt.  Auf Türkisch hatte die Botschaft getweetet, dass "sich China entschieden gegen jegliche Angriffe auf Chinas Souveränität und territoriale Integrität wendet und diese Angriffe scharf verurteilt, unabhängig davon, welche Einzelpersonen oder Mächte diese auch immer ins Werk setzen."  Zhao Lijian, Sprecher des chinesischen Außenministeriums, sagte, dass die Stellungnahme der Botschaft "vollkommen berechtigt und über Kritik erhaben" sei. Auch die Türkei leide unter Terrorismus und Separatismus. Er hoffe, dass die Menschen in der Türkei die entschlossene Haltung Chinas bei der Verteidigung der nationalen Souveränität und territorialen Integrität sowie die Maßnahmen gegen Terrorismus und die Versuche zur Entradikalisierung auf korrekte, vernünftige und objektive Weise wahrnähmen.   


Am 5. April 1990 griff ein mehr als zweihundert Kämpfer umfassendes terroristisches Kommando, angestachelt durch die Ostturkestanische Muslimische Bewegung (ETIM), mit Maschinenpistolen, Pistolen, Handgranaten und Sprengkörpern ein Verwaltungsgebäude in Baren im Landkreis Akto im Kirgisischen Autonomen Bezirk Kizilsu an und entführte dabei zehn Personen, tötete sechs Beamte der Bewaffneten Volkspolizei und sprengte zwei Fahrzeuge in die Luft.


Offizielle Dokumente belegen, dass der Kopf eines der Polizisten bis auf eine dünne Hautschicht am Nacken nahezu vom Körper abgetrennt war. Ein weiterer Polizist war von Terroristen mit Stöcken und Schaufeln geschlagen worden und dann mit mehr als dreißig Messerstichen getötet worden.


Erkin Öncan, ein Journalist in Istanbul, der sich auf Berichte über extremistische Gruppen in China und Nahost spezialisiert hat, meint, dass Türken derartige Berichte fast nie zu Gesicht bekämen, da westliche Medien einen großen Einfluss im Lande ausübten und chinesische Medien ungehört blieben.  Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu sagte, dass sich die Türkei stets an das Ein-China-Prinzip gehalten habe und Wert darauf lege, die strategische Kooperation mit China auszubauen. Er sicherte zu, dass sich sein Land niemals in irgendeine chinafeindliche Aktion verwickeln lasse, sondern jeglichen terroristischen Akt gegen China von seinem Territorium aus unterbinden würde.


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Türkei,Politiker,Xinjiang