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| german.china.org.cn Datum: 26. 10. 2007 |
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Schneller sozialer Wandel, westliche Pop-Kultur und die zunehmende Verwendung des Englischen haben das chinesische Bildungsministerium dazu veranlasst, 171 neue Worte in das nationale Sprachregister aufzunehmen. Darunter finden sich zum Beispiel Begriffe zur Umschreibung loser ehelicher Verbindungen oder Worte wie "Eigenheimsklave".
Wirtschaftliche Reformen und eine schnell steigende Anzahl an Eigenheimbesitzern haben im traditionell gegenüber Schulden skeptischen China zu einem neuen Begriff für jungen Menschen geführt, die mit der Rückzahlung ihrer Hypothekenkredite kämpfen: fangnu oder "Eigenheimsklaven".
Junge und verheiratete Fachleute, die in getrennten Wohnungen leben, um die Romantik zu erhalten und ihren eigenen Raum zu bewahren, werden, laut dem Bildungsministerium, "Semi-Zucker Ehepaare" (bantang fuqi) genannt.
"(Die neuen Begriffe) spiegeln die schnellen kulturellen und sozialen Veränderungen in den letzten Jahren und aufblühende neue Konzepte in unserem Alltagsleben wider", sagt Li Yuming, ein leitender Beamter des Bildungsministeriums und für die Standardisierung des Gebrauchs der modernen chinesischen Sprache zuständig.
Die neuen Begriffe seien nach zweijährigen Untersuchungen aus über 900 Millionen allgemein verwendeten Worten und Sätzen ausgewählt und in das Verzeichnis aufgenommen worden, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Aus den Begriffen sei auch ersichtlich, wie einflussreich westliche Filme und die englische Sprache geworden seien.

Junge Chinesen aus modebewussten Kreisen verwenden zum Beispiel häufig den Begriff duanbei ("brokeback"), als euphemistische Bezeichnung für Homosexuelle. Der mit dem Oskar ausgezeichnete Film Brokeback Mountain, des taiwanschen Regisseurs Ang Lee, erzählt die Liebesgeschichte zwischen zwei Cowboys in den Vereinigten Staaten.
Das Auftauchen von Paaren in den Städten, die ein Haustier einem Kind vorziehen, hat zu dem Begriff dingchong jiating geführt, was soviel wie "DINKS mit Haustieren" bedeutet. DINKS (Double Income No Kids) ist ein in den 1980er Jahren entstandenes englisches Akronym, das berufstätige kinderlose Paare bezeichnet, die für ihren Lebensstil und finanzielle Vorteile auf Kinder verzichten.
"Ich habe seit der Mittelschule nicht viel Chinesischunterricht gehabt und nun ist Englisch der wichtigste Kurs", zitiert Xinhua Xie Lei, einen Journalismusstudenten der Universität Shanghai.
Die "wilde Kreativität" bei der Suche nach Kindernamen im modernen China war zum Teil eine Reaktion auf die politisierten Namen, wie zum Beispiel "Weidong“ ("Wacht über den Vorsitzenden Mao"), die auf der Höhe der sogenannten "Kulturrevolution" (1966 – 1976) beliebt waren, heißt es in dem Xinhua-Bericht weiter.

Quelle: Shanghai Daily
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