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| german.china.org.cn Datum: 14. 11. 2007 |
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Die durchschnittliche Zahl chinesischer Mädchen, die auf eine Fußballschule gehen, sank in den letzten Jahren rasant von 150 auf 50, was die Grundlage der Nationalmannschaft, die einst die weltbeste war, ins Wanken bringt.
Selbst der Shanghaier Bezirk Yangpu, die sogenannte "Stadt des Fußballs" in China, kann nur eine einstellige Zahl an Mädchen pro Jahr zum Training anwerben. In zahlreichen Provinzen liegt die Zahl mittlerweile bei Null. Der Mangel an Nachwuchsspielerinnen zwang die einzige Frauenfußballschule in Beijing, die von der ehemaligen Star-Fußballerin Liu Ailing geleitet wurde, im Juni diesen Jahres zu schließen.
"Immer weniger Eltern sind bereit, ihre Töchter auf Fußballschulen zu schicken", sagt Wang Jianding, der Xi'an-Mannschaftsführer in Wuhan in der Provinz Hubei am Samstag auf dem noch andauernden Frauenfußballturnier der sechsten chinesischen Stadtspiele.
"Schulmädchen spielen selten Fußball, da sie zu viele Wahlmöglichkeiten für andere Hobbies, beispielsweise für das Erlernen eines Instruments oder des Singens haben, und sie ziehen üblicherweise Tischtennis und Schwimmen vor, wenn sie sportaktiv sind", erklärt Wang. "Selbst wenn einige Mädchen Fußball mögen und in eine Fußballmannschaft eintreten möchten, müssen sie um die Erlaubnis der Eltern bitten – und die Antwort ist durchweg negativ."
Wangs Meinung wird von Trainern zahlreicher Mannschaften und von Funktionären des Chinesischen Fußballverbandes (CFA) geteilt.
"Ich bin besorgt über den gegenwärtigen Stand der Entwicklung chinesischer Nachwuchs-Fußballspielerinnen", meint Wen Lirong, eine ehemalige Star-Abwehrspielerin der "Steel Roses" und heutige Funktionärin der Abteilung für Frauenfußball beim CFA.
Die schnelle wirtschaftliche Entwicklung in China macht die Entwicklung von Sport marktorientiert. Der augenfälligere Männerfußball hat durch die chinesische Superliga zahlreiche männliche Profi-Fußballer zu Millionären gemacht.
Doch leben Frauenfußballerinnen in China immer noch ein relativ armes Leben. Ein Trainer erklärte gegenüber Xinhua, dass die Veranstaltungen des Frauenfußballs stets unter dem Mangel an Geldmitteln leiden. Nachwuchs-Spielerinnen haben zumeist nicht nur ein geringes Einkommen, sondern müssen auch ihre Reisekosten selbst tragen.
Ein Zeitungsbericht besagte einmal, dass Frauenfußballerinnen nach dem Spiel auf der Straße Plastikflaschen einsammeln, um ihren Lebensunterhalt zu decken.
"Von dem Nachwuchsteam können nach mehrjährigem Training nur drei oder vier Spielerinnen in das Team auf Provinzebene eintreten, und eventuell kann keine von ihnen in die Nationalmannschaft eintreten", so ein Funktionär des Guangzhouer Fußballverbandes.
"Diese Spielerinnen müssen selbst aus ihrer Situation herausfinden, doch haben wegen des langjährigen Trainings keine anderen Qualifikationen, so dass es sehr schwierig für sie ist, in der Gesellschaft zu bestehen", ergänzt er.
"Der drohende Zusammenbruch der Nationalmannschaft des chinesischen Frauenfußballs ist ein gesellschaftliches Problem“, meint Zhang Jianqiang, Leiter der Abteilung für Frauenfußball des CFA. "Keine Eltern möchten ihre Töchter auf Fußballschulen schicken, wenn es keine gute Ausbildungsmöglichkeiten und keinen Ausweg gibt."
Es wird eine neue Methode der Kombination von Sport und Ausbildung in China verfochten, doch es gibt noch viel zu tun, diese Methode von den zuständigen Abteilungen verbreiten zu lassen.

Die chinesische Frauenfußballmannschaft erreichte ihren Höhepunkt bei der Weltmeisterschaft 1999 in den USA, wo sie in der Endrunde Vizeweltmeister wurde und das Finale nur wegen eines Strafschusses verlor.
Sun Wen, die ehemals weltbeste Frauenfußballerin, Liu Ailing, die Schlüsselfigur beim Halbfinale der Weltmeisterschaft 1999, bei der sie durch zwei brilliante Schüsse zum 5:0 für China gegen Norwegen beitrug, und Wen Lirong, ehemalige Hauptabwehrspielerin, sind immer noch im Gedächtnis der chinesischen Fans.
Doch seit dem Rückzug dieser Eliten aus dem Frauenfußball gerieten die "Steel Roses" aus Mangel an Nachwuchstalenten für viele Jahre in den Hintergrund.
Obwohl Marika Domanski-Lyfors, eine Schwedin, die das schwedische Team bei der Weltmeisterschaft 2003 zum Vizeweltmeister machte, die chinesische Mannschaft aus ihrem Tiefstand heraus unter die ersten acht Teams bei der Weltmeisterschaft 2007 in China holte, ist das technische und taktische Level der Gruppe immer noch niedriger als das anderer teilnehmender Mannschaften.
Quelle: Xinhua
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