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| german.china.org.cn Datum: 07. 07. 2008 |
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"Wenn man wirklich über Kunst sprechen möchte, wird nichts dabei herauskommen" – niemand wird daran interessiert sein, so der Künstler Ricardo Arena, dessen Ausstellung "Four Times a Tree" zur Zeit in der Kunstgalerie 1918 Art Space in Shanghai zu sehen ist.
Der italienische Künstler aus Mailand stellt faszinierende, spielerische Werke auf Basis seiner drei Besuche in Shanghai in den letzten beiden Jahren dar. Er erklärt, sie seien nicht tief gehend, nicht einmal bedeutungsvoll, sondern einfach nur interessant.
Die Ausstellung zeigt acht computergraphische Drucke, fünf Collagen und ein Video. Sie stellt Szenen direkt aus der Sciencefiction dar - Shanghais Ringstraßen, durchwachsen von seltsamen Pflanzen.
Der humorvolle Künstler hat seinen Werken lange, seltsame und bedeutungslose Titel gegeben, und auch der Ausstellung selbst. Beispielsweise lautet der Titel des Bildes einer Flussszene "Er gab in den Bäumen der Ringstraße liegend seine Absichten durch die Mutation der Kohlenstoff-14-Radiation preis".
Er erklärt, wie er auf diese Idee kam: Bei seinem ersten Besuch in Shanghai sah er Schiffe auf dem Fluss Huangpu und in der Bucht Suzhou, beladen mit Sand- und Steinen. Daraufhin ergänzte er weitere Schiffe auf dem Fluss mit großen Frachtkisten. Die Schiffe selbst verschwinden hinter "Bergen" und "Hügeln" von Steinen, Holz und Sand treiben auf der Wasseroberfläche.
Er entwickelte seine Ideen bei seinem zweiten Besuch in Shanghai, während dessen er zahlreiche Fotos machte, an denen er später arbeitete, als er heimgekehrt war.
Anfang Mai besuchte er Shanghai ein drittes Mal, um seine Werke fertig zu stellen. Die treibende-Berge-auf-Flüssen-Szenen sind in ein Video umgewandelt, das an die Wand projiziert ist.
Das Video beginnt mit einer normalen Szene am Fluss Huangpu, wo Schiffe Steine und Sand tragen. Allmählich gibt es immer mehr Schiffe, und die Frachtkisten werden größer und größer. Später können die Betrachter den Fluss und die Schiffe nicht mehr sehen; stattdessen sehen sie riesige seltsame Bäume, Lotus, schneebedeckte Berge und zahlreiche andere natürliche Objekte, die sich von selbst bewegen.

Das Video endet mit einer Halb-Gebäude-Halb-Berg-Struktur: Es scheint, als ob sich die Landschaft tatsächlich durch geologische Bewegung verändert habe.
Ebenso sind seine Collagenwerke und andere computer-generierte Drucke durch diese surrealen und supernatürlichen Themen geprägt, beispielsweise Lasergeräte, die in einen Vulkan installiert sind.
Arena gibt offen zu, dass seine spielerischen Werke keine besondere Bedeutung haben – es sind einfach nur Bilder. Er macht alles aus reinem Interesse und erklärt, wenn es etwas gäbe, das ihn mehr interessiert als Kunst, hätte er sich nicht für Kunst entschieden.
Arena, geboren 1979, begann als Comic-Autor, doch wechselte zu vielen verschiedenen Berufen, nur weil sein Interesse sich änderte. Für sein momentanes Gebiet der zeitgenössischen Kunst, sagt er, sei es nicht notwendig, es Ernst zu meinen, denn so sei der Lauf der Dinge - "ernst" ist nicht wichtig.
"In dieser historischen Periode der zeitgenössischen Kunst kommt nichts dabei heraus, wenn man wirklich über kulturelle Dinge sprechen möchte", meint er. "Denn Leute, die denken können, sind nur ein kleiner Teil der Menschen, insofern würde das Publikum sehr klein sein."
Datum: bis 12. Juli, 10:30 – 19 Uhr
Adresse: 78 Changping Rd
Tel: 5228-6776
Quelle: Shanghai Daily
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