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| german.china.org.cn Datum: 05. 09. 2008 |
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Cheung gilt als der Repräsentant der ersten Generation chinesischer Modedesigner und seine jährlich abgehaltene Modenschau genießt in chinesischen Modekreisen den Ruf der wichtigsten Veranstaltung des Jahres. Der 45 Jahre alte Cheung trägt viele Titel, darunter den Titel des stellvertretenden Präsidenten des chinesischen Verbandes für Modedesign und des Vorsitzenden des chinesischen Modekomitees innerhalb der Asia Fashion Union.
Während Zhangs Kollektion verschiedene ethnische Aspekte einschließt, verwendet Cheung in seiner Arbeit bekannte chinesische Muster und Landschaften als Motive. Seit dem Jahr 2000 veranstaltet der Modeveteran jährlich eine Modenschau zum Thema chinesische Landschaften und ethnische Kultur. So zeigt die Kollektion "Seele der Nation" zum Beispiel die großartigen und unterschiedlichen Stile der 56 ethnischen Gruppen des Landes und die Kollektion "Royal Flavor" gibt die Größe und den Luxus kaiserlicher Höfe verschiedene Dynastien wieder. Die Kollektion "Verbotene Stadt" ruft die Schönheit und Größe alter Gebäude in Erinnerung und "Südchina" reflektiert die beeindruckende Landschaft alter Wasserstädte und Gärten.
Alle Kollektionen Cheungs sind für ihre reichhaltige Farbenpalette bekannt, die reines Weiß, dunklere Braun- und Jadetöne, Hellrot und das leuchtende Gelb der kaiserlichen Verbotenen Stadt umfassen. Cheungs Faszination an antiken Baustilen ist auch an seinem großzügigen Einsatz von Symmetrie, Diagonalschnitt, Fagottstich, Plissieren, Besetzen mit Spitze und Perlstickerei ersichtlich. Diese Techniken verbunden mit Innovation haben Cheung die Möglichkeit gegeben, traditionelle Kultur mit moderner Mode zu verbinden.
Im Gegensatz zu Mark Cheung und Zhang Zhifeng hat die junge Modedesignerin Ma Ke einen anderen Weg eingeschlagen. Ma hat im Februar 2007 bei ihrem Debüt in Paris für eine Sensation gesorgt. Ihre Vorführung erinnerte eher an Aktionskunst denn an eine Modenschau. Die Models erschienen mit von Lehm überzogener Kleidung und Haut auf dem Laufsteg, so wie die Soldaten der Terrakottaarmee des Kaisers Qinshihuang. Angetrieben durch den Erfolg ihres Labels Exception, dass in rund 50 Boutiquen in ganz China verkauft wird, hat sie vor kurzem ihre neue Couture-Linie "Wuyong" (was auf Chinesisch soviel wie "nutzlos" bedeutet) ins Leben gerufen.
Die an sie ergangene Einladung, am Rande der Präsentation der Kollektionen der großen Modehäuser ihre Kreationen vorzuführen, ist ein bisher einmaliger Erfolg chinesischer Modedesigner.
Die chinesische Designerin ist in dieser Saison die einzige neue unter den rund 20 angehenden Couturiers, die eingeladen wurden, ihre Kollektionen gemeinsam mit den großen Häusern zu zeigen, die offiziell des Titels "Haute Couture" für würdig befunden wurden.
Ma hat in ihren Entwürfen stereotype chinesische Elemente wie Stehkragen und Stickereien aufgegeben. Als Naturalistin verwendet sie in allen ihren Kollektionen Baumwolle und Leinen und konzentriert sich auf einfache und natürliche Stile in den Farben Weiß, Braun, Grau und Blau.
"Chinesische Mode zu fördern, bedeutet nicht, an chinesischen Symbolen festzuhalten. Sehr chinesische Entwürfe liegen nicht im Trend und werden in den internationalen Modekreisen kaum akzeptiert", erklärt Ma.
Als Anhängerin der Philosophie des Lao Zi, der Kleidung als Diener der Seele ihres Trägers betrachtete, ist Ma für ihre ruhigen, organischen und reflexiven, aber auch kreativen und experimentellen Kreationen bekannt. Sie wurde von den Magazinen Le Monde und Vogue als Genie gefeiert und ihre Kollektionen wurden als zeitlose Kunstwerke bezeichnet.
Quelle: China Daily
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