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| german.china.org.cn Datum: 08. 09. 2008 |
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Jeder fünfte Erwachsene weltweit kann nicht richtig lesen und schreiben, 75 Millionen Kinder gehen nicht zur Schule. Diese Menschen bleiben nach Angaben der Vereinten Nationen oft von lebenswichtigen Informationen ausgeschlossen.
Sie können den Beipackzettel auf einem Medikament nicht lesen, erfahren nicht genügend über HIV und Aids oder wissen zu wenig über Gesundheitsvorsorge. Zum Weltalphabetisierungstag am Montag forderte die UN-Kulturorganisation UNESCO alle Regierungen auf, mehr Geld in Bildung und Ausbildung zu stecken.
Positiv zu nennen ist hier China, das weltweit bevölkerungsreichste Land und zugleich Entwicklungsland. Das Reich der Mitte hat nach 50-jährigen Bemühungen die Analphabetenrate von 80 Prozent kurz nach seiner Gründung auf derzeit etwa 110 Millionen bei einer Bevölkerung von 1,3 Milliarden reduziert. 2004 hatte die UNESCO der nordwestchinesischen Provinz Qinghai für das Programm für Alphabetisierung und Grundbildung einen der beiden König-Sejong-Preise verliehen.
Trotzdem hat das Reich der Mitte noch einen langen Weg zu gehen. Auch wenn es in den vergangenen Jahren bemerkenswerte Fortschritte bei der Alphabetisierung Chinas gegeben hat, leben die mehr als 110 Millionen Analphabeten meistens in armen Regionen, wo eine schwache Bildungsgrundlage, hinterwäldlerische Vorstellungen und die mangelnde Versorgung mit Informationen die Alphabetisierung stark behindern. Noch schlimmer ist, dass mehr als 70 Prozent der Analphabeten in China Mädchen und Frauen sind. Aber dies ist ein globaler Missstand: Von den insgesamt 774 Millionen Analphabeten weltweit sind zwei Drittel weiblichen Geschlechts. Denn oft sind sie es, die kranke Familienmitglieder pflegen und deshalb besonders auf Informationen und Bildung angewiesen wären.
Außerdem lässt die Qualität der Alphabetisierung in China noch zu wünschen übrig. Viele Programme für Alphabetisierung und Grundbildung wurden nur in begrenzter Zeit und unter bestimmten Rahmenbedingungen vollzogen und unterstrichen nur die sensationellen Effekte statistischer Zahlen, während die Qualität der Alphabetisierung vernachlässigt wurde.
Quelle: Xinhua
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