Ausgewählte internationale Konferenzen im Zuge der Klimarahmenkonvention

der Vereinten Nationen

 Konferenz/Abkommen  Datum  Ort  Ergebnis  Bemerkungen
 Umweltgipfel  3. bis 14. Juni 1992  Rio de Janeiro (Brasilien)  Agenda 21, globale Klimarahmenkonvention  Die Klimarahmenkonvention (1994 in Kraft getreten) ist der erste internationale Vertrag, der den Klimawandel als ernstes Problem bezeichnet und die Staatengemeinschaft zum Handeln verpflichtet. Die Konvention bildet den Rahmen für die Klimaschutz-Verhandlungen, die jeweils als Vertragsstaatenkonferenz der Konvention stattfinden.
 1. Klimakonferenz (COP1)  28.3. bis 7.4.1995  Berlin (Deutschland)  "Berliner Mandat" ist die Basis für Verhandlungen über ein Protokoll zur Verringerung von Treibhausgasemissionen.  Auch als Nachfolgekonferenz zu Rio bezeichnet. Ziel der Konferenz war es, die Verpflichtungen der Konvention fortzuentwickeln und zu verschärfen.
 2. Klimakonferenz (COP2)  8.7. bis 19.7.1996  Genf (Schweiz)    
 3. Klimakonferenz (COP 3)  1.12. bis 10.12.1997  Kyoto (Japan)  Kyoto-Protokoll beschlossen.  Erstmals werden rechtlich verbindliche Ziele für Emissionshöchstmengen für Industrieländer international festgelegt.
 4. Klimakonferenz (COP 4)  2.11. bis 13.11.1998  Buenos Aires (Argentinien)  Arbeitsplan zur Ausgestaltung des Kyoto-Protokolls.  
 5. Klimakonferenz (COP 5)  25.10. bis 5.11.1999  Bonn (Deutschland)    
 6. Klimakonferenz (COP 6)  13.11. bis 24.11.2000  Den Haag (Niederlande)  Verhandlungen scheitern und werden ausgesetzt.  
 6. Klimakonferenz (COP 6-2) (Fortsetzung)  16.7. bis 27.7.2001  Bonn (Deutschland)  Fortführung der Verhandlungen der 6. Klimakonferenz. Einigung über Ausgestaltung des Kyoto-Protokolls.  
 7. Klimakonferenz (COP 7)  29.10. bis 9.11.2001  Marrakesch (Marokko)  Entscheidungen zu Ausgestaltung und Umsetzung des Kyoto-Protokolls.  Basis für internationale Ratifizierung des Kyoto-Protokolls auf dieser Konferenz festgelegt.
 8. Klimakonferenz (COP 8)  23.10. bis 1.11.2002  Neu Delhi (Indien)    
 9. Klimakonferenz (COP 9)  1.12. bis 12.12.2003  Mailand (Italien)  Bestandsaufnahme des internationalen Klimaschutzes; Verabschiedung neuer Leitlinien für die Emissionsberichterstattung; Übereinkunft über Kohlenstoff-bindende Aufforstungsprojekte. (Clean Development Mechanism, CDM)  
 10. Klimakonferenz (COP 10)  6.12. bis 17.12.2004  Buenos Aires (Argentinien)  Maßnahmen zur Minderung der vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen; Anpassung an die unvermeidlichen Folgen des Klimawandels  10. Jahrestag des In-Kraft-Tretens der Klimarahmenkonvention im März 1994.
 UN-Klimakonferenz (Weltklimakonferenz, COP 11 / CMP 1)  28.11. bis 9.12.2005  Montreal (Kanada)  Fortschreibung des Kyoto-Protokolls über 2012 hinaus; Aushandlung neuer Grenzwerte für Treibhausgasemissionen.  USA akzeptieren Ergebnis der Konferenz, ratifizieren das Kyoto-Protokoll aber weiterhin nicht.
 UN-Klimakonferenz (Weltklimakonferenz, COP 12 / CMP 2)  6.11. bis 17.11.2006  Nairobi (Kenia)  Gespräche über das Kyoto-Nachfolgeregime.  Einrichtung von Fonds besonders zur Unterstützung afrikanischer Länder.
 UN-Klimakonferenz (Weltklimakonferenz, COP 13 / CMP 3)  3.12. bis 14.12.2007  Bali (Indonesien)  Fahrplan von Bali: 2009 soll in Kopenhagen ein Folgeabkommen für das Kyoto-Protokoll beschlossen werden; inhaltliche Anforderungen an dieses Folgeabkommen  Deutschlands Forderungen an die Industriestaaten: 30 % CO2-Einsparungen
 UN-Klimakonferenz (Weltklimakonferenz, COP-14 / CMP 4)  1.12. bis 12.12.2008  Posen (Polen)    
 UN-Klimakonferenz (Weltklimakonferenz, COP 15 / CMP 5)  7.12. bis 18.12.2009 Kopenhagen (Dänemark)  "Kopenhagener Erklärung" wurde lediglich zur Kenntnis genommen.  Ein Folgeabkommen für das Kyoto-Protokoll konnte mangels Einigkeit nicht verabschiedet werden. Im Copenhagen Accord (rechtlich unverbindlicher) "Minimalkonsens": Erderwärmung soll auf maximal 2 °C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau begrenzt werden.
 UN-Klimakonferenz (Weltklimakonferenz, COP 16 / CMP 6)  29.11. bis 10.12.2010  Cancún (Mexiko)  Der Gipfel endet mit dem Minimalziel, das Kyoto-Protokoll bis 2012 fortzusetzen. Beschlossen werden außerdem ein Waldschutzprogramm sowie ein Hilfsfonds für Entwicklungsländer.  Auf der COP-16 sollte der in Kopenhagen gescheiterte Versuch fortgesetzt werden, ein rechtlich verbindliches Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll zu beschließen. Dies gelang nicht.
 UN-Klimakonferenz (Weltklimakonferenz, COP-17 / CMP 7)  28.11. bis 11.12.2011  Durban (Südafrika)  Verlängerung des Kyoto-Protokolls, zweite Verpflichtungsperiode ab 1. Januar 2013; Erarbeitung eines "Protokolls, rechtlichen Instruments oder sonstiges rechtsverbindlichen Ergebnisses" für einen Klimavertrag für alle Mitgliedsstaaten bis 2015, Inkrafttreten ab 2020.  Reduktionsziele und Dauer der zweiten Verpflichtungsperiode zum Kyoto-Protokoll sollen 2012 in Katar festgelegt werden.
 UN-Klimakonferenz (Weltklimakonferenz, COP-18 / CMP 8)  18 / CMP 8) 26.11 bis 7.12.2012  Doha (Katar)    

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/UN-Klimakonferenz