Verknüpfung von „Made in China 2025" und „Industrie 4.0"

30.10.2015

Chinas Premierminister Li Keqiang ist am Donnerstag in Beijing mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem Gespräch zusammengekommen.

Li Keqiang sagte bei dem Treffen, China wolle die bei der letzten Regierungskonsultation beider Staaten erreichten Einigungen weiter umsetzen. Beide Seiten sollten das gegenseitige Vertrauen verstärken und die Zusammenarbeit in allen Bereichen fördern.

China lege großen Wert auf die Beziehungen zu Europa und unterstütze den Integrationsprozess sowie die Einheit, Stabilität und Prosperität Europas, so Li weiter. Er hoffe, dass Deutschland bei den Verhandlungen zum chinesisch-europäischen Investitionsabkommen, der Erforschung einer chinesisch-europäischen Freihandelszone und weiteren Bereichen eine fördernde Rolle spielen könne.

Merkel sagte, Deutschland wolle die Dialoge mit China auf allen Ebenen verstärken, die Bereiche der Zusammenarbeit ausweiten und die bilateralen Beziehungen beider Staaten fördern.

Chinas Ministerpräsident Li Keqiang und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben sich auf eine Verknüpfung der jeweiligen industriellen Modernisierungskonzepte geeinigt.

Nach ihrem Treffen in der Großen Halle des Volks stellten sich beide Regierungschefs der Presse.

Li versprach, bei der industriell-informationstechnologischen Zusammenarbeit vermehrt geistiges Eigentum zu schützen:

„Wir sind uns einig, die deutsche „Industrie 4.0" mit dem chinesischen „Made in China 2025" miteinander verknüpfen zu wollen. Wir können zusammenarbeiten und einander ergänzen. Die deutsche Industrie und Technologien brauchen eine Erweiterung der Märkte und der Lokalisierung auf dem Markt. China lernt nicht nur fortschrittliche Ideen und Technologien von Deutschland, sondern bietet mehr Marktchancen für deutsche Unternehmen. Chinas Regierung verspricht, geistiges Eigentum zu schützen".

Merkel betrachtet die Umstrukturierung der chinesischen Wirtschaft als neue Chancen für die Zusammenarbeit mit China:

„Von meiner Seite aus will ich ganz ausdrücklich sagen, dass ich natürlich Vertrauen in die Wirtschaftsentwicklung Chinas habe. Die Wirtschaftsentwicklung geht natürlich stufenweise, verändert sich auch immer wieder. Es muss sehr viel erneuert werden. China investiert inzwischen sehr viel auch in umweltfreundliche Produkte. Hier kann Deutschland ein sehr guter Partner sein. Wir haben auf der anderen Seite auch eine sehr moderne Kooperation schon begonnen, mit „Industrie 4.0" und „Made in China 2025". Hier gibt es noch ein sehr großes Potential. Aber, auch die Konsumgüterproduktion in Deutschland ist ja von einer guten Qualität. Das heißt, wir können auch unsere Produktion, oder unsere Zusammenarbeit noch erweitern."

In Anwesenheit von Li und Merkel haben China und Deutschland 13 Kooperationsabkommen unterzeichnet. Betroffen sind unter anderem die Bereiche Jugendaustausch, Finanzen, Verkehr, Telekommunikation, Industrie und Medizin.

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Quelle: CRI

Schlagworte: Made in China Industrie 4.0