|
Das Beijinger Organisationskomitee für die Olympischen Spiele 2008 (BOCOG) hat gestern bekannt gegeben, dass es einem Produzenten für Bürobedarf in der südchinesischen Provinz Guangdong aufgrund von Kinderarbeit die Lizenz zur Herstellung von olympischen Artikeln entzogen hat.
Eine Untersuchung des Vorwurfs der Kinderarbeit durch PlayFair 2008, einer globalen Allianz von Gewerkschaften und Arbeitsorganisationen, hatte ergeben, dass die Lekit Stationery Company Kinderarbeit einsetze, allerdings nicht für die Herstellung von olympischen Produkten, erklärte das Komitee in einer Stellungnahme auf seiner Webseite.
Die Untersuchungen wurden von der Abteilung für Arbeit der Provinz Guangdong, dem Ministerium für Arbeit und Soziale Sicherheit und dem BOCOG in Beijing durchgeführt.
Das Komitee wies das Guangdonger Unternehmen an, die Produktion umgehend einzustellen und alle Produkte abzusetzen.
Drei weitere in den Skandal verwickelt Unternehmen, hätten keine Kinderarbeit eingesetzt, teilten die Ermittler mit. Das Komitee stellte allerdings die Überprüfung und Genehmigung von neuen Produkten der drei Unternehmen ein, nachdem festgestellt wurde, dass die Unternehmen ihre Mitarbeiter zwingen Überstunden zu arbeiten. Die Ermittler forderten die drei Unternehmen auf, "ihre Fehler zu berichtigen".
Die betroffenen Unternehmen sind: Eagle Leather Products, Yue Wing Cheong Light Products und Mainland Headwear Holdings.
Im Januar und Februar 2007 hatte Lekit Stationery acht in den Ferien befindliche Schüler mit unbekanntem Alter eingestellt, um Produkte des Unternehmens verpacken zu lassen, heißt es in der Stellungnahme weiter.
Ein weiterer Vorwurf lautet, dass die Unternehmen außerdem Arbeiter eingestellt hätten, ohne Arbeitsverträge abzuschließen.
(China.org.cn, Xinhua, 2. August 2007)
|