Am Montag wurde die Olympia-Sportkleidung der chinesischen Delegation vorgestellt. Das einzigartige Design verwunderte viele. Kein Wunder: Der Entwurf der Sportbekleidung wurde von den Terrakottenfiguren inspiriert, wie der Designer sagt.
Kleider machen Leute. Und ein schönes Unterhemd macht die Athleten auch attraktiver und leistungsfähiger. Dabei stellt sich die Frage: Was sollen die chinesischen Sportler bei den Olympischen Spielen tragen? Am Dienstag wurde die Antwort gegeben: Sportartikel mit chinesischen Eigenheiten.
Der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike gehört zu den Sponsoren der Sportkleidung der chinesischen Delegation. Wang Hong, Marketingchefin für China, hat in einem Interview erklärt, die Inspiration des Designs sei die Terrakottenarmee, da dem Modemacher beim Gespräch mit den Sportlern die Tonsoldaten eingefallen sei. Die patriotische Gesinnung und die Aufopferungsbereitschaft seien die Verbindung zwischen den Sportlern und Helden. Manche Muster der Kleidung sei dem Fabeltier “Pushou” nachempfunden, das mit der Terrakottenarmee begraben wurde. Nach der Volkssage kann ein Pushou die Soldaten beim Kampf schützen.
Die Muster auf der Rückseite des Unterhemds ist ein chinesisches Fabeltier, das auf der Maske der Terrakottenarmee verziert wurde.
Als ein Grundprinzip des Designs gelten zudem die beiden typischen chinesischen Farben, Rot und Gelb. Sie sind die Farben der Nationalflagge. Innen auf der Sportkleidung werden zwei Verszeilen der Nationalhymne gedruckt, und zwar “Steht auf” und “Geht voran”. Diese können nur von dem Sportler selber gesehen werden. Nach Regeln der Olympischen Spiele darf der Staatsnamen auf der Sportkleidung nur auf Englisch bezeichnet werden. Deshalb sei der chinesische Schriftzug “中国” (auf Deutsch: China)extra in der Mitte der Rückseite integriert worden, sagte Wang weiter.
Die Sportkleidung für Boxer. Die zwei chinesischen Schriftzeichen bedeuten China