Klassenzimmer in der Fabrik: Boom der Fabrikbesuche in China
Schüler posieren für ein Gruppenfoto im Werk der Taiyuan Heavy Machinery Group in der nordchinesischen Stadt Taiyuan. (20. September 2025, Xinhua)
In den letzten Jahren sind Fabrikbesuche zu einer beliebten Option bei den schon florierenden Studienreisen geworden. Chinesische Eltern schicken gerne ihre Kinder dorthin, um ihren Horizont zu erweitern. Während sich frühere Studienreisen vor allem auf Kultur, Tourismus und Fitness konzentrierten, gewinnen solche Fabrikbesuche aktuell zunehmend an Beliebtheit – angetrieben durch Chinas Wandel hin zu hochwertiger, intelligenter und grüner Fertigung.
Im ganzen Land strömen Besucher – vor allem Schulkinder – zu Werksführungen, die von Elektroautoherstellern, Robotik-Laboren, Molkereibetrieben und Brauereien angeboten werden.
Bei gefragten Betrieben sind die Termine oft rasch ausgebucht. So meldeten sich beispielsweise zwischen Anfang 2025 und Ende Oktober desselben Jahres über 100.000 Personen für Besuche im Elektroautowerk von Xiaomi in Beijing an.
Dann verwandeln sich die Fabriken in interaktive „Klassenzimmer”. Schüler können praktische Erfahrungen sammeln und die chinesische Fertigungsindustrie hautnah erleben. Erfahrene Ingenieure fungieren bei diesen Besuchen als Lehrkräfte.










