Der Berg Songshan und das Shaolin-Kloster

Das als Wiege der chinesischen Kampfkunst weltweit bekannte Shaolin-Kloster befindet sich 80 Kilometer südöstlich von Luoyang am westlichen Ausläufer des Songshan-Berges, einem der vier heiligen taoistischen Berge Chinas. Nach einer dreistündigen Fahrt auf einer Landstraße vorbei an Bauerndörfern ist man vor Ort.

Die Bekanntheit des Klosters hat Veränderungen mit sich gebracht. Abgeschiedenheit und romantische Ruhe sind an diesem Ort, an dem jahrhundertelang Meister ihren Novizen Weisheit vermittelten, weit entfernt. Das Kloster ist heute ein großtes Touristengebiet sowie ein Pilgerort für Mönche und Laien-Buddhisten. Für die vielen ausländischen Interessierten, die zum Erlernen der chinesischen Kampfkunst hergekommen sind, wurde neben dem Kloster extra ein Übungsraum gebaut.

Der Begründer des Klosters war der indische Mönch Bodhidharma, der angeblich neun Jahre lang die Rückwand einer Höhle anblickend meditierte. Seine Silhouette soll sich auf dem Fels abgebildet haben. Kaiserliche Maßnahmen sicherten den wachsenden Ruf des Shaolin-Klosters als Kampfkunstzentrum.

Momentan leben dort 70 Mönche. Einer der größten Schätze des Klosters sind 18 Fresken aus dem Jahre 1828, die alte Mönche in klassischen Kampfposen zeigen, welche die Novizen von heute nachzuahmen versuchen. In der "Halle der Tausend Buddhas" zeugen Mulden auf dem Steinboden der Halle von den ausgiebigen Kampfübungen der Mönche.

Im Südwesten des Klosters befindet sich der Pagoden-Wald und dessen 230 Monumente und Grabhügel, von denen die ältesten bis zur Tang-Dynastie (618-907) zurückreichen.

Das Shaolin-Kloster in den Songshan-Bergen nahe Luoyang ist die Heimat der meisten asiatischen Kampfkünste. Egal ob Kung Fu, Karate, Taekwondo oder Judo, alle diese Kampfkünste entstanden im alten China als Techniken im Kampf Mann gegen Mann. Die kahlköpfigen Shaolin-Mönche, die für ihr unnachahmliches Shaolin-Boxen bekannt sind, erkannten die Zeichen der Zeit bereits vor einigen Jahren und nutzten das Kloster kommerziell.

Im Jahre 527 bestieg der Mönch, der das Shaolin-Kloster gründete, den Berg Songshan. Er erkannte dabei, dass viele buddhistische Mönche den Herausforderungen meditativer Übungen in totaler Ruhe und Konzentration nicht standhalten konnten. Gestützt auf seine Beobachtungen von Tierbewegungen soll der Mönch eine Übung entwickelt haben, die er als Methode des Körpertrainings bezeichnet. Hier liegt der Ursprung des Shaolin-Boxens. Diese Art des Boxens zählt gewiss zu einer der anspruchsvollsten asiatischen Kampfkunstarten.

Eintrittspreis:20 Yuan (2,4 USD)

Anfahrt:Sonderbus bis zum Shaolin-Tempel ab Hauptbahnhof Luoyang. Der Fahrtpreis liegt bei einer Fahrtzeit von zwei Stunden bei 20 Yuan.

(Alle Angaben ohne Gewähr.)

(China.org.cn, 26. September 2003)


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