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Gestiegene Produktionskosten treiben 1000 Fabriken in Guangdong in den Konkurs

german.china.org.cn          Datum: 14. 12. 2007

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Im Perlflussdelta in der südchinesischen Provinz Guangdong wird ein großer Teil der weltweiten alltäglichen Gebrauchsartikel wie Kleidung, Schuhe, Elektrogeräte und Spielzeuge produziert. Diese werden unter chinesischen oder ausländischen Markennamen auf den Markt gebracht. Das Perlflussdelta ist das Tor Chinas zur Außenwelt. Die Wertschöpfung der verarbeitenden Industrie hier hält einen wichtigen Teil am gesamtchinesischen Handel. Nun allerdings durchleben viele Firmen eine schwierige Periode, berichteten vor kurzem die Journalisten des chinesischen Fernsehsenders CCTV-2.

Fabriken schließen Reihenweise ihre Tore

Es ist 10 Uhr vormittags, aber die Tore vieler Fabriken sind verschlossen. Das Gelände liegt verlassen da, anscheinend arbeitet hier niemand mehr. Im Perlflussdelta ist diese Erscheinung heute nicht selten.

Li Peng, Generalsekretär der Asia Footwear Association, sagt, es gebe etwa 5000 bis 6000 Schuhfabriken in Guangdong. Davon hätten 1000 mittelgroße oder große Fabriken nun den Betrieb eingestellt.

Nicht nur Schuhunternehmen, sondern die ganze arbeitsintensive Industrie ist mit dieser Situation konfrontiert. Die einen gehen Bankrott, andere verlagern ihren Standort. Wo liegt das Problem dieser Firmen?Warum stehen so viele Unternehmen mit einem Bein am Abgrund?

Steigende Kosten

Die Arbeitskosten stiegen in diesem Gebiet in den letzten Jahren rapide. Das Existenzminimum in der Stadt Dongguan betrug 2002 450 Yuan und beträgt heute 690 Yuan. Der durchschnittliche Monatslohn stieg auf 1000 bis 1500 Yuan. Trotzdem mangelt es den Unternehmen an genügend Arbeitskräften.

Außerdem stellen die steigenden Rohstoff-, Wasser-, Strom- und Mietkosten ein wachsendes Problem für die Unternehmen dar. Beispielweise haben sich die Kupferpreise seit 2004 verdreifacht. Die erhöhten Rohstoffpreise konnten jedoch nicht in gleichem Maße an die Folgeprodukte weitergegeben werden.

Auf dem internationalen Markt wird die Konkurrenzfähigkeit der arbeitsintensiven Firmen von der RMB-Aufwertung und protektionistischen Maßnahmen einiger Länder gefährdet. Ein Teil der Unternehmen haben keine Wahl und müssen in andere Standorte ausweichen.

In andere Provinzen oder nach Südostasien

Die Stadt Ganzhou gilt als südliches Eingangstor zur Provinz Jiangxi und grenzt an die Provinz Guangdong. Dieser Standortvorteil zieht viele Unternehmer aus Guangdong an.

Zhang Huarong ist einer davon. Vor fünf Jahren errichtete er eigene Fabriken in Ganzhou, dessen Infrastruktur damals noch kaum entwickelt war. Nach Meinungen von Zhang ist es selbstverständlich, die Produktion von Schuhen als arbeitsintensive Industrie in ein Gebiet mit billigen Arbeitskräften zu verlegen.

In der Tat passiert es immer häufiger, dass Unternehmen aus dem Perlflussdelta ihre Standorte entweder in die nördlichen Provinzen Chinas oder nach Südostasien verlagern.

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Quelle: CCTV

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