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| german.china.org.cn Datum: 14. 12. 2007 |
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Jedoch muss beachtet werden, dass zu den Standortfaktoren eines Unternehmens nicht nur billige Arbeitskräfte und geringe Grundstückskosten gehören. Für die Unternehmen, deren Produkte in einem arbeitsteiligen Produktionsprozess hergestellt werden, ist es fraglich, ob eine Verlagerung die beste Lösung ist.
Zhang Huarong sagt, dass die von seinen Fabriken in Vietnam benötigten Arbeitsstoffe und Ersatzteile von Guangdong aus geliefert werden müssten. Zwar seien die Arbeitskräfte in Vietnam billiger als in Guangdong, aber das industrielle Umfeld ist bei weitem nicht so gut entwickelt wie in Guangdong.
Chen Zhongqiu, Bürgermeister der Houjie-Gemeinde der Stadt Dongguan, wo eines der Zentren der Schuhproduktion in Asien beheimatet ist, erklärt, dass die bisher ausgelagerten Produktionen nur Teile der Produktionskette mit niedrigem Mehrwert beträfen, während die zentralen Teile der Wertschöpfung wie Entwicklung, Einkauf und Handel weiter in Dongguan verblieben.
Charles Gillmann, der Geschäftsführer des weltgrößten Händlers von Frauenschuhen, Leeway Footwear Company LTD., betont, er werde trotz der immer höher steigenden Arbeitskosten in Guangdong weiter hier bleiben, weil nirgendwo sonst so komplette Produktionsketten vorhanden seien.
Professor Lin Muxi von der Liaoning-Universität meint, die Unternehmen sollten ihre technische Innovation verstärken und eigene Marken entwickeln, um den Anstieg der Lohnkosten zu kompensieren.
Seit 30 Jahren forscht der Italiener Mauro an neuen Produktionstechniken für Schuhe. Vor acht Monaten wurde er von Zhang Huarong angestellt.
Zhang sagt, dass seine Firma in der Vergangenheit Auftragsproduktionen für ausländische Marken geleistet hat. Der Gewinn pro Paar Schuh betrug nur 1 bis 2 US-Dollar. Inzwischen investiert er schwerpunktmäßig in die Forschung und Entwicklung, um eine eigene Marke aufzubauen.
Was braucht die chinesische Produktionsindustrie?
In den letzten Jahren wird China "Werkbank der Welt" von vielen genannt, zugleich halten viele das Perlflussdelta für die "Werkbank Chinas". Dennoch bringen die Schließungen und Verlagerungen vieler Fabriken das Delta in eine Krise.
Die Situation im Perlflussdelta spiegelt die gegenwärtige Lage der chinesischen Produktionsindustrie wider: niedrige Kosten, niedriger Gewinn, Mangel an eigenen Marken und Technik, arbeitsintensive Unternehmen ohne spezifischen Konkurrenzvorsprung. Falls diese Unternehmen ihre Vorzüge niedriger Kosten verlieren, gerieten sie nicht nur in eine Produktionskrise, sondern in eine Lebenskrise. Um die Probleme zu lösen, muss man das Bewusstsein für die Entwicklung eigener Marken intensivieren und die Forschung und Entwicklung verstärken.
Die Krise ist nicht lebensbedrohlich,aber wichtig ist, dass man davon klüger wird und seine Lehren zieht. Sollte die Krise die Kreativität im Perlflussdelta fördern könnte, könnten sie der chinesischen Produktionsindustrie am Ende zum Vorteil gereichen.
Quelle: CCTV
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