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China: Verbraucherpreisindex steigt im August um 4,9 Prozent

german.china.org.cn          Datum: 11. 09. 2008

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Der chinesische Verbraucherpreisindex (VPI) ist im August um 4,9 Prozent gestiegen, teilte das nationale Statistikamt am Mittwoch mit. Der Verbraucherpreisindex ist ein wichtiger Maßstab für die Messung von Inflation.

Der Wert lag unter den meisten Prognosen. Der VPI war im Mai um 7,7 Prozent, im Juni um 7,1 Prozent und im Juli um 6,3 Prozent gestiegen.

"Der anhaltende Rückgang des VPI ist ein positives Zeichen, denn er zeigt, dass die von der Regierung ergriffenen Maßnahmen zur Senkung des Inflationsdrucks erfolgreich waren", sagte Yao Jingyuan, Chefökonom des Statistikamtes. Yao schreibt den Rückgang fallenden Lebensmittelpreisen zu.

Die Lebensmittelpreise sind im August um 10,3 Prozent gestiegen, 4,1 Prozent weniger als im Juli. Lebensmittelpreise haben an der Berechnung des Verbraucherpreisindex einen Anteil von mehr als einem Drittel.

Die Fleischpreise haben um acht Prozent zugelegt, ein Rückgang um acht Prozent im Vergleich zum Juli, während die Preise für Schweinefleisch nur um ein Prozent stiegen. Speiseöl legte um 22,7 Prozent zu und Gemüse verbilligte sich um 0,5 Prozent. Die Preise für Wasserprodukte stiegen um 16,4 Prozent und die für Getreide um 8,9 Prozent.

In den ersten acht Monaten des Jahres stieg der VPI um 7,3 Prozent schneller als im selben Vorjahreszeitraum. In den städtischen Gebieten legte er um 7,0 Prozent und in den ländlichen Gebieten um 8,0 Prozent zu.

Nach einer Phase des kontinuierlichen Anstiegs des VPI, sei nun ein Wendepunkt gekommen, da das Wirtschaftswachstum allmählich nachlasse und die Nachfrage schwäche, sagt der Wirtschaftswissenschaftler Wang Xiaoguang.

"Die allgemeine Konjunkturabschwächung in der chinesischen Wirtschaft ist mittlerweile zu einem Trend geworden und mehr als bloß ein Zeichen", sagte Wang weiter.

Verantwortlich für diesen Trend machte Wang die wirtschaftspolitischen Straffungsmaßnahmen des Landes sowie den Einfluss der globalen Konjunkturflaute.

Als Reaktion auf die Situation lockere China die Straffungsmaßnahmen etwas und werde sie weiter lockern, wenn der Inflationsdruck nachlässt, sagte Wang.

In Bezug auf den Einfluss des Wachstums des Erzeugerpreisindex (EPI) erklärte Wang, er glaube, dass der VPI davon unbeeinflusst bleibe. Der EPI ist in den vergangenen Monaten immer mehr als 10 Prozent gewachsen. Der Abwärtstrend des VPI habe sich trotz des schnellen Wachstums des EPI seit Monaten nicht geändert. Dies bedeute, dass der Preis mehr von der Nachfrage als von den Kosten bestimmt werde.

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Quelle: Xinhua

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