Home>China Schriftgröße: klein mittel groß

KPCh über Wirtschafts- und Gesellschaftsentwicklung Chinas

german.china.org.cn          Datum: 18. 10. 2007

Druckversion | Artikel versenden | Kommentar | Leserbrief | zu Favoriten hinzufügen

Am Rande des 17. Parteitages der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) fand heute Nachmittag um 15.00 Uhr im Media Hotel in Beijing eine Pressekonferenz statt, bei der der stellvertretende Minister der Staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform, Zhu Zhixin, sich Fragen hinsichtlich der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung Chinas stellte. China.org.cn war bei der Pressekonferenz anwesend.

China: Einkommenskluft vergrößert sich

Es sei eine Tatsache, dass die Einkommenskluft in China derzeit zunehme, erklärte Zhu auf der Pressekonferenz.

Zhu betonte, es sei einerseits nicht zu übersehen, dass das Einkommensniveau der chinesischen Bevölkerung mit der Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft steige. Die Zahlen würden für sich sprechen. In der vergangenen sogenannten "Goldenen Woche" zum chinesischen Nationalfeiertag, die vom 1. bis 7. Oktober dauerte, hätten viele Chinesen Urlaub gemacht und die Einnahmen aus dem Tourismus hätten bei 62,4 Milliarden Yuan (6 Milliarden Euro) gelegen.

Andererseits hätten sich die Einkommen in den Städten und auf dem Land und zwischen den verschiedenen Schichten der Gesellschaft im Zuge der Verbesserung des Lebens der Bevölkerung ganz unterschiedlich entwickelt. Auf Dauer würde dies die Entwicklung der Produktivität behindern und der gesellschaftlichen Stabilität schaden.

Hierfür seien sowohl historische Gründe, als auch aus der Unvollkommenheit der Verteilungssysteme entstehende Probleme verantwortlich, erklärte Zhu. Zhu betonte, die Vertiefung der Einkommenskluft sei eine Phase bei der Industrialisierung und Urbanisierung.

Um das Problem zu lösen, habe China die Unterstützung für die Landwirtschaft, die ländlichen Regionen und die Bauern verstärkt und Maßnahmen zur Absicherung des Existenzminimums ergriffen. Zur Reform der Einkommensverteilung habe die Regierung einen Schwerpunkt auf die wirtschaftliche Entwicklung gelegt, um auf diese Weise den zu verteilenden "Kuchen" zu vergrößern. Außerdem seien eine Reihe von Reformen durchgeführt worden, wobei auch die Einkommensverteilung reformiert worden sei, sagte Zhu.

Wirtschafts- und Gesellschaftsentwicklung soll vom tertiären Sektor abhängen

Die Wirtschafts- und Gesellschaftsentwicklung hänge nun vom sekundären Sektor ab, erklärte Zhu.

Es sei von großer Bedeutung, dass die Entwicklung immer mehr durch die drei Sektoren gemeinsam angetrieben werde, erklärte Zhu weiter. Der Dienstleistungssektor habe Ende 2006 nur noch 39,5 Prozent am gesamten Wirtschaftsvolumens ausgemacht. Damit sei der Anteil des tertiären Sektors im Vergleich zu den vorhergehenden zwei Jahren gesunken. Dies bedeute, dass China sein Entwicklungsmodell verändern und den Anteil des Dienstleistungssektors erhöhen müsse.

In der ersten Jahreshälfte 2007 habe China ein Wachstum von 11,5 Prozent realisierte, wobei sich der tertiäre Sektor schneller als der sekundäre entwickelt habe.

Kommission für Entwicklung und Reform über Ölpreiserhöhung

Auf eine Frage zur Preiserhöhung bei den Erdölprodukten erklärte Zhu, die Preiserhöhung sei von vier Elementen bestimmt.

Zhu sagte, dass man den Einfluss, den die kontinuierliche Steigerung der Rohölpreise auf dem internationalen Markt auf China habe, unter zwei Aspekten analysieren müsse. Erstens führe die Erhöhung des Rohölpreises zu einer Steigerung der Produktionskosten der Raffinerien. Würde der Preis für die Endprodukte nicht erhöht, sei dies eine Verletzung der Interessen der Raffinerien. Dennoch erzielten die Rohöl produzierenden Unternehmen höhere Gewinne.

Zweitens, sei die Preiserhöhung, die auf der einen Seite Druck auf die Unternehmen ausübe, auf der anderen Seite auch ein Anreiz für Rohöl verbrauchenden Unternehmen, ihre Anstrengungen zum Energiesparen und zur Reduktion von Schadenstoffemission zu verstärken, um ihre eigenen Interessen zu schützen.

Laut Zhu werde die Preiserhöhung von vier Elementen bestimmt: Erstens sei der Preis des Rohöls zu nennen, zweitens seien die Beziehung zwischen Angebot und Nachfrage und drittens die Veränderung der Produktionskosten zu berücksichtigen und nicht zuletzt komme es auch noch auf die Toleranz der Gesellschaft an.

Quelle: german.china.org.cn

Druckversion | Artikel versenden | Kommentar | Leserbrief | zu Favoriten hinzufügen

Kommentar schreiben
Kommentar
Ihr Name
 Kommentare