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Anhang-2 Topographie

Das Autonome Gebiet Tibet bedeckt den größten Teil des Qinghai-Tibet-Plateaus. Das Qinghai-Tibet-Plateau ist das höchstgelegene Plateau der Welt und landschaftlich von unvergleichlichem Reiz. Unterschiedliche Landschaften tragen zu der komplexen Umwelt und den reichen natürlichen Ressourcen des Plateaus bei. Generell lässt sich sagen, dass der tibetische Teil des Qinghai-Tibet-Plateaus von Nordwest nach Südost abfällt, mit einer durchschnittlichen Abnahme der Höhe von über 5000 Metern auf rund 4000 Meter.

Die tibetische Topographie besteht hauptsächlich aus der Himalaya-Region, dem Südtibettischen Tal, dem Nordtibetischen Plateau und der osttibetischen Schlucht.

Die Himalaya-Region

Die Himalaya-Region liegt in Südtibet und besteht aus mehreren von Ost nach West verlaufenden Gebirgszügen, mit einer durchschnittlichen Höhe von 6000 Metern. Der Qomolangma an der chinesisch-nepalesischen Grenze ist mit 8848,13 Metern der höchste Gipfel der Welt. Die Gipfel des Himalaya sind das ganze Jahr über mit Schnee bedeckt. Klima und Topographie an den nördlichen und südlichen Hängen der Berge variieren stark.

Das Südtibetische Tal

Das zwischen dem Kangdese- und dem Himalaya-Gebirge gelegene Tal wird vom Yarlung Zangbo und seinen Nebenflüssen durchflossen. Das Tal ist geprägt von flachen Fluss- und Seenlandschaften von unterschiedlicher Breite. Seine fruchtbare Erde macht das Tal zum Hauptanbaugebiet Tibets.

Das Nordtibetische Plateau

Das Nordtibetische Plateau liegt zwischen den Gebirgszügen Kunlun, Tanggula, Kangdese und Nyainqentanglha. Das Plateau macht zwei Drittel der gesamten Fläche Tibets aus. Viele runde Hügel mit leicht ansteigenden Hängen und Talkesseln machen diese Region zum Hauptviehzuchtgebiet Tibets.

Die Osttibetische Schlucht

Die Osttibetische Schlucht liegt in der Hengduan-Gebirgskette. Die im Osten von Nagqu gelegene Schlucht wird durch einige hohe Berge geformt und verläuft von Ost nach West, bevor sie sich in Nord-Süd-Richtung dreht. Die drei Flüsse Nujiang, Lancangjiang und Jinshajiang fließen durch die Schlucht. Die schneebedeckten Berge mit den dichten Wäldern an ihren Hängen und grünen Feldern an ihren Füßen formen eine beeindruckende Landschaft, die für die Schlucht typisch ist.

Gebirge

Vor rund 20 Millionen Jahren entstand durch die Kollision der eurasischen mit der indischen Platte das jüngste Hochland der Welt: das Qinghai-Tibet-Plateau. Die Gebirge ringsum bilden das Skelett des Plateaus. Sie verlaufen hauptsächlich von West nach Ost oder von Nord nach Süd.

Von West nach Ost verlaufende Gebirgsketten

Kunlun-Gebirge: Das Kunlun-Gebirge verläuft am nördlichen Rand des Tibet-Plateaus von West nach Ost und hat eine durchschnittliche Höhe von 5500 bis 6000 Metern. In seinem Norden liegt das Tarim-Becken in Xinjiang und das Qaidam-Becken in Qinghai. In seinem Süden liegen das Tiefland, Seebecken und weite Täler, die sich bis zum Nordtibet-Plateau ziehen. Mit 6973 Metern ist der Muztag der höchste Berg der Region.

Karakorum-Tanggula-Gebirge: Der größte Teil des Karakorum liegt an der Grenze zwischen Xinjiang und dem Kaschmir. Im Osten bildet es die Tanggula-Berge, die die Grenze zwischen Tibet und Qinghai markieren.

Kangdese-Nyainqentanglha-Gebirge: Der am südlichen Ende des Nordtibet-Plateaus gelegene Kangdese-Nyainqentanglha-Gebirgszug bildet die Grenze zwischen Nord-, Süd- und Südosttibet. Der höchste Gipfel des Kangdese-Gebirges ist der Kangrinboqe mit einer Höhe von 6656 Metern. Der höchste Gipfel des Nyainqentanglha-Gebirges ist mit 7162 Metern der Nyainqentanglha.

Himalaya: Das sich im Zickzack durch den südlichen Teil des Tibet-Plateaus schlängelnde Himalaya-Gebirge besteht aus vielen parallel von Ost nach West verlaufenden Gebirgszügen. Der Hauptteil des Himalaya liegt an der Grenze zwischen China und Indien bzw. Nepal. Das sich über 2400 Kilometer hinstreckende Gebirge ist 200 bis 300 Kilometer breit und hat eine durchschnittliche Höhe von 6000 Metern. Der Himalaya verfügt über mehr als 50 Berge mit einer Höhe von über 7000 Metern und mehr als zehn Berge mit einer Höhe von über 8000 Metern. Im mittleren Teil des Himalaya an der chinesisch-nepalesischen Grenze thront der Berg Qomolangma mit 8848,13 Metern über den ihn umgebenden Gipfeln. Im Umkreis von etwa 5000 Quadratkilometern um den Qomolangma befinden sich vier weitere Achttausender und 42 Gipfel mit einer Höhe von über 7000 Metern.

Von Süd nach Nord verlaufende Gebirgsketten

Hengduan-Gebirge: Das Hengduan-Gebirge besteht aus mehreren parallel verlaufenden Gebirgsketten, die von tiefen Flusstälern getrennt werden. Zu diesen Bergen gehören von West nach Ost unter anderem der Bexoi La, der Tarnyangtar’ong und der Markam. Die Berge haben eine durchschnittliche Höhe von 4000-5000 Metern und sind Ausläufer des Nyainqentanglha- und des Tanggula-Gebirgszuges.

Flüsse 

Die gewaltigen Berge des Qinghai-Tibet-Plateaus haben viele Gletscher hervorgebracht, deren geschmolzenes Eis den bekannten Flüssen wie dem Jinshajiang (Oberlauf des Jangtse), dem Yarlung Zangbo (Brahmaputra), dem Nujiang (Salween), dem Lancangjiang (Mekong) und dem Sengge Zangbo (Indus) als Quelle dient. Tibet ist eine der flussreichsten Regionen Chinas. Die Region verfügt über mehr als 20 Flüsse, von denen jeder ein Einzugsgebiet von mehr als 10 000 Quadratkilometern hat.

Einige der Flüsse münden ins Meer, andere sind reine Inlandflüsse. Die bedeutendsten der Flüsse sind Yarlung Zangbo, Jinshajiang, Lancangjiang, Pum Qu, Langqen Zangbo und Sengge Zangbo. Die jährlich von den Flüssen transportierte Wassermenge beträgt im Durchschnitt 448,2 Milliarden Kubikmeter.

Die meisten der Flüsse, die in den Pazifischen oder den Indischen Ozean münden, liegen im Grenzbereich in Ost-, Süd- und Westtibet. Dazu gehören der Jinshajiang, der Lancangjiang und der Nujiang in Osttibet, der Yarlung Zangbo in Südtibet sowie der Langqen Zangbo und Sengge Zangbo in Westtibet.

Die Inlandflüsse entspringen vor allem auf dem Nordtibet-Plateau. Das Schneewasser der Berge des Nordtibet-Plateaus dient ihnen als Quelle. Die meisten von ihnen sind vergleichsweise kurz und existieren nur saisonal. An ihrem Unterlauf bilden sie entweder einen See oder versickern irgendwo in der Wildnis.

Yarlung Zangbo

Der Yarlung Zangbo gilt bei den Tibetern als der "Mutterfluss" und ist der größte der Flüsse des Autonomen Gebiets Tibet. Der Yarlung Zangbo entsteht aus dem Gyima Yangzong Gletscher, 5500 Meter über dem Meeresspiegel im Landkreis Zhumba am nördlichen Fuß des Himalaya. Er verläuft 2057 Kilometer durch China und ist damit der fünftlängste Fluss des Landes. Der Yarlung Zangbo hat mit einer Fläche von 240 000 Quadratkilometern das sechstgrößte Einzugsgebiet Chinas. Er ist mit seiner Lage auf einer durchschnittlichen Höhe von 4500 Metern der höchstgelegene Fluss der Welt.

Über 1 Million Menschen, rund 37 Prozent der Bevölkerung Tibets, leben im Einzugsgebiet des Yarlung Zangbo. Das landwirtschaftlich genutzte Land entlang des Flusses macht mit 150 000 Hektar knapp 41,67 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche Tibets aus. In der Umgebung des Flusses liegen auch einige der bedeutendsten tibetischen Städte, so zum Beispiel Lhasa, Xigaze, Gyangze, Zetang und Bayi.

Der Yarlung Zangbo fließt von West nach Ost, bevor er im Grenzbereich der Landkreise Mainling und Medog den 7782 Meter hohen Berg Namjagbarwa umfließt und dabei die größte U-förmige Schlucht der Welt bildet. Der Namjagbarwa ist der höchste Gipfel im Osten des Himalaya. 1994 haben einige chinesische Wissenschaftler eine Expedition durch die Schlucht gemacht. Nach den vom Staatlichen Büro für Topographie und Kartographie infolge der Expedition veröffentlichten Angaben beginnt die Schlucht bei dem Dorf Datogka im Landkreis Mainling im Norden und endet beim Dorf Parcoka im Landkreis Medog im Süden. Die Schlucht erstreckt sich somit über 504,6 Kilometer und ist durchschnittlich 2268 Meter tief. Der tiefste Punkt der Schlucht ist 6009 Meter tief. Zum Vergleich: der Colorado Canyon in den Vereinigten Staaten ist 440 Kilometer lang und die Colca Schlucht in Peru ist 3203 Meter tief. Im September 1998 genehmigte der Staatsrat offiziell den Namen "Yarlung Zangbo Daxiagu" (Große Schlucht des Yarlung Zangbo) als Bezeichnung für die Schlucht.

Seen 

Tibet besitzt die größte Anzahl an Seen in China. Es gibt in der Region über 1000 Seen, die mit einer Gesamtfläche von 23 800 Quadratkilometern etwa 30 Prozent der Seenfläche Chinas ausmachen. Die Seen Nam Co, Serling Co und Zhari Nam Co haben jeweils eine Fläche von über 1000 Quadratkilometern. 47 Seen in Tibet haben eine Fläche von mehr als 100 Quadratkilometern und weitere 612 haben eine Fläche von jeweils über einem Quadratkilometer.

Die tibetischen Seen können in zwei Kategorien eingeteilt werden: geschlossene und offene Seen. Die geschlossenen Seen sind meist das Ergebnis von orogenen Bewegungen und Brüchen in der Erdkruste. Die offenen Seen beinhalten Seen, die durch die Blockade von Flüssen infolge von Schlammlawinen und Landrutschen entstanden sind, sowie Gletscherseen.

Nam Co

Der Nam Co ist der größte See in Tibet und liegt zwischen dem zu Lhasa gehörenden Landkreis Damxung und dem Landkreis Bangoin im Bezirk Nagqu. "Nam Co" bedeutet auf Tibetisch himmlischer oder heiliger See. Der Nam Co ist ein heiliger Ort des Tibetischen Buddhismus.

Der auf 4718 Metern Höhe liegende See dehnt sich über 70 Kilometer von West nach Ost und mehr als 30 Kilometer von Nord nach Süd aus und bedeckt eine Fläche von 1900 Quadratkilometern. Der Nam Co ist der zweitgrößte Salzwassersee Chinas und der am höchsten gelegene in der Welt. Er ist an seinem tiefsten Punkt über 33 Meter tief. Sein Wasser erhält er durch Schmelzwasser vom Gebirge Nyainqentanglha und einigen umliegenden Flüssen unterschiedlicher Größe. Das klare Wasser des Sees ist himmelblau.

Neben dem Nam Co gibt es in Tibet noch eine Reihe anderer bekannter heiliger Seen, so zum Beispiel den Mapam Yumco, den Yamzhog Yumco und den Lamuna Co.

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