Reisehochsaison
Überfüllte Züge und Straßen zur Golden Week
Mit den sich am Freitag zu Ende neigenden einwöchigen Ferien zum Nationalfeiertag zeigte sich erneut, dass es genauso schwer sein kann, nach Hause zurückzukehren wie die Stadt zu verlassen. Das gilt vor allem für die Bewohner großer Metropolen wie Beijing und Shanghai.
Nach Schätzungen von China Railways verreiste allein am Freitag die Rekordzahl von 12,57 Millionen Menschen mit dem Zug.
Vergleichbare Völkerwanderungen waren während der diesjährigen Ferien zum Nationalfeiertag vom 30. September bis Freitag nichts Ungewöhnliches, mehr als 10 Millionen Menschen verreisten in diesem Zeitraum täglich mit dem Zug. Insgesamt stieg die Zahl der Zugreisen nach Unternehmensangaben während der zehntägigen Reisehochsaison vom 28. September bis zum 7. Oktober auf 108 Millionen, 9,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Nicht nur in den Zügen, auch auf den Straßen drängten sich die Reisenden. Nach Angaben der Stadtverwaltung von Beijing waren am Donnerstag von Mitternacht bis 16 Uhr 1,376 Millionen Autos auf den Schnellstraßen der Stadt unterwegs, 12,55 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Angesichts dieser Situation entsandte die Beijinger Verkehrsverwaltung eine Armada von Abschleppwagen auf die verstopften Fernstraßen von Beijing nach Tibet, Kaifeng oder Chengde, wo sich zahlreiche Unfälle ereigneten. Dort sollten sie sich jedweder Probleme annehmen und den „Weg für die nach Hause zurückkehrenden Autos freimachen.“
Die Beijinger Verkehrskommission veröffentlichte sieben Straßenkarten im Internet, die den Reisenden dabei helfen sollten, Abkürzungen zu finden und Staus zu vermeiden. Dennoch waren die Staus Medienberichten zufolge auf einigen Straßen bis zu acht Kilometer lang.
Eine steigende Zahl von Chinesen machte sich während der Ferien zum Nationalfeiertag im Auto auf den Weg. Dies ist teilweise darauf zurückzuführen, dass die Regierung die Mautgebühren seit 2012 genau wie zum Frühlingsfest, zum Qingming-Fest und den Ferien zum Tag der Arbeiterlassen hat.











