Bei Rot über die Ampel: Polizei führt Gesichtserkennung ein

13.06.2017
 

In China kommt es häufig vor, dass Fußgänger bei Rot über die Ampel laufen. Der Verkehrspolizei bereitet dieses Verhalten seit einiger Zeit Kopfschmerzen. Eine neue Idee der Ordnungshüter könnte Abhilfe schaffen. In mehreren Städten, darunter Jinan, Suqian und Chongqing, kommt seit Kurzem ein Gesichtserkennungssystem zum Einsatz.

Mit Hilfe von Videokameras werden Fußgänger und Radfahrer, die rote Ampeln ignorieren, aufgenommen und wenig später auf einer Großleinwand ausgestrahlt. Dazu werden Teile der Identitätsinformationen wie Name, ID-Nummer und Adresse angegeben. Bis die Aufnahmen veröffentlicht werden, vergehen bloß zehn Sekunden. Ein Passant, der eine rote Ampel ignoriert, kann sich also bereits auf der anderen Straßenseite auf dem Bildschirm sehen. Die Technologie ist auch nachts noch in der Lage, Gesichter zu erkennen.

Obwohl einige persönliche Daten mit „X“ kaschiert werden, gilt die Strafe dennoch als besonders scharf. In Jinan gehen die Behörden einen Schritt weiter: Die Videos werden immer wieder in Bussen ausgestrahlt. Die Polizei der Stadt findet die neue Maßnahme gut: Seither habe die Zahl der Verkehrsverstöße erheblich abgenommen, berichten die Beamten.

Schlagworte: China,Rot,Ampel,Verkehrspolizei,Gesichtserkennung

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