Was wir aus Xis Kindheit lernen können

Quelle: german.china.org.cn
01.06.2018
 

Die Aufnahme aus dem Jahr 1958 zeigt Xi Jinping im Alter von fünf Jahren (links), seinen jüngeren Bruder und seinen Vater Xi Zhongxun (Foto: people.com.cn).

Xi Zhongxun, der Vater von Chinas Staatspräsidenten Xi Jinping, diente als Vorsitzender der Shaanxi-Gansu-Grenzregion, einer Revolutionsbasis der Kommunistischen Partei in den 1930er-Jahren. Mao Zedong nannte ihn einen „Führer des Volkes“. Später leitete Xi Zhongxun die Provinz Guangdong und setzte die Reform- und Öffnungspolitik und die Errichtung der Sonderwirtschaftszonen in der Provinz um.

 

„Vater lebt ein bescheidenes Leben, fast schon streng. Die strikte Familiendisziplin ist wohlbekannt. Seit unserer Kindheit werden wir gelehrt, ein bescheidenes Leben zu führen. So eine Familientradition sollte von Generation zu Generation weitergereicht werden“, schrieb Xi in einem Brief an seinen Vater im Jahr 2001, als er noch Gouverneur der Provinz Fujian war. Damals konnte er nicht am 88. Geburtstag seines Vaters teilnehmen, da Xi berufliche Verpflichtungen wahrnehmen musste.

Das Archivbild zeigt Xi Jinping mit seinem Vater Xi Zhongxun, seiner Gattin Peng Liyuan und seiner Tochter, Foto: Xinhua.

In der Familie ist es Tradition, einen bescheidenen und selbstgenügsamen Lebensstil zu pflegen. Während ihrer Kindheit trugen Xi Jinping und sein jüngerer Bruder Kleidung und Schuhe, die zuvor ihre ältere Schwester getragen hatte. 

Xi fährt mit seiner Tochter auf dem Gepäckträger durch Fuzhou, Foto: Xinhua.

Xi Jinping und seine Gattin Peng Liyuan nannten ihre Tochter Mingze, was auf Chinesisch etwa bedeutet: ein ehrliches Leben führen und nützlich für die Gesellschaft sein, was eine Erwartung an sie ausdrückt und zugleich ein Symbol für den einfachen Lebensstil der Familie darstellt.

Das undatierte Foto zeigt Xi bei einem Spaziergang mit seiner Mutter, Foto: Xinhua.

Bei einem Treffen mit Vertretern der ersten nationalen Konferenz für Modellfamilien im Dezember 2016 sprach Xi über die Bücher, die er als Kind gelesen hatte. „Als ich Kind war, gab meine Mutter mir eine Bilderbuchserie mit dem Titel Die Legende von Yue Fei. In einer der mehr als zehn Ausgaben tätowiert die Mutter ihrem Sohn vier Schriftzeichen auf den Rücken, die bedeuten: Diene dem Land mit voller Loyalität“, erzählte Xi und fügte an, diese Geschichte habe ihn zutiefst beeindruckt. „Es ist mein lebenslanger Anspruch, dem Land mit voller Loyalität zu dienen“, versprach er.

Präsident Xi Jinping begrüßt am 24. Februar 2017 einen Jungen des Eishockeyteams der Zweiten Zhongguancun-Grundschule in einer Sportstätte für die Olympischen Winterspiele 2022 im Wukesong-Sportzentrum in Beijing, Foto: people.com.cn

Während einer Besichtigung der Beijinger Stätten für die Olympischen Winterspiele 2022 im vergangenen Jahr erzählte Xi jungen Eishockeyspielern eine Geschichte. „Ich konnte nur auf dem zugefrorenen Shichahai-See Eishockey spielen“, erinnerte er sich. Er habe das Schlittschuhlaufen geliebt und immer ein eigenes paar Schlittschuhe gewollt, während sein jüngerer Bruder das Eishockeyspiel bevorzugt habe. „Doch damals galt es als Luxus, Schlittschuhe zu besitzen, die etwa 50 Yuan kosteten. Wir durften nur ein paar neue Schuhe kaufen“, erzählte Xi. Also erhielt sein jüngerer Bruder die Chance. „Die Kinder von heute haben sehr viel Glück, denn sie können hochwertige Anlagen benutzen“, fügte Xi hinzu. Er ermahnte die Kinder, durch sportliche Übungen einen starken Charakter zu entwickeln. 

Präsident Xi Jinping begrüßt Studenten bei einem Besuch der Beijinger Bayi-Schule am 9. September 2016, Foto: Xinhua.

Vor dem Tag der Lehrer 2016 besuchte Xi seine Alma Mater, die Bayi-Schule, an der er seine Grundschuljahre verbrachte. Als der Rektor bei seiner Begrüßung sagte: „Heißt den Präsidenten in der Schule willkommen“ antwortete Xi: „Es gibt keinen Präsidenten in der Schule, sondern nur Lehrer und Schüler.“

Das Archivfoto zeigt das Eingangstor der Bayi-Schule in den 1950er-Jahren, Foto: Xinhua.

Die Beijinger Bayi-Schule wurde im Jahr 1974 von Marschall Nie Rongzhen gegründet und ist seitdem eine der bekanntesten Schulen des Landes. Die Schule zeigte Fotos von Xi, als er noch Schüler war. „Ich vermisse die Schulzeit. Wohin ich auch gehe, ich werde mich immer daran erinnern und mit meiner Alma Mater in Kontakt bleiben“, sagte Xi.

Das Archivbild zeigt Schüler beim Fußballspiel auf dem einfachen Fußballfeld der Bayi-Schule, Foto: Xinhua.

Nach seinem Abschluss an der Bayi-Schule, damals war Xi 15 Jahre alt, ging er in die Provinz Shaanxi und arbeitete sieben Jahre lang als Landarbeiter. „Hier habe ich früher Fußball gespielt und unser Team erzielte den vierten Platz in einem landesweiten Fußballturnier“, erinnerte er sich, als er den Fußballplatz der Schule passierte. Vor 50 Jahren bestand der Platz nur aus Schmutz und Schlamm. „Sport ist sehr wichtig für die Entwicklung des eigenen Temperaments und die Stärkung der Willenskraft“, erklärte Xi den Schülern.

Präsident Xi Jinping mit Schülern der Beijing Haidian National Primary School am 30. Mai 2014, Foto: Xinhua.

Vor dem internationalen Tag des Kindes im Jahr 2014 besuchte Xi eine Grundschule im Beijinger Stadtbezirk Haidian, nahm an schulischen Aktivitäten teil und traf Schüler, Lehrer und Eltern. Bei einer Zeremonie der Jungpioniere erzählte er, dass er weinte, als erfuhr, dass er noch zu jung war, um zur ersten Gruppe der Jungpioniere zu gehören. Als alle Kinder lachten fragte er: „Ist es peinlich, deswegen zu weinen?“

 

Er berichtete auch von seiner Erfahrung als Klassenführer und sagte den Kindern, sie sollten Verantwortung in verschiedenen Bereichen übernehmen. „Alle Sektoren der Gesellschaft sollten zusammenarbeiten, um die Saat sozialistischer Werte im Herzen zu nähren, sodass sie Wurzeln schlagen und auskeimen kann“, lautete sein Ratschlag.

Schlagworte: Kindheit,Xi Jinping,Familiendisziplin,Sport

Diesen Artikel DruckenMerkenSendenFeedback