China und Singapur einigen sich über Ausbau des Freihandelsabkommens und bilaterale Visafreiheit
Während des Besuchs des stellvertretenden Premierministers (DPM) und Finanzministers Lawrence Wong haben China und Singapur einige wegweisende Vereinbarungen getroffen. Neben der Verbesserung des Freihandelsabkommens (CSFTA) hat vor allem die bilaterale Visafreiheit für 30 Tage für positive Reaktionen bei der Bevölkerung in den beiden Ländern gesorgt.
China und Singapur unterzeichneten am Donnerstag während des China-Besuchs des stellvertretenden Premierministers (DPM) und Finanzministers Lawrence Wong 24 Absichtserklärungen zur Zusammenarbeit, darunter auch eine bilaterale Politik der Visafreiheit und ein Protokoll zur weiteren Verbesserung des Freihandelsabkommens zwischen China und Singapur (CSFTA).
Aufgrund der starken Nachfrage nach zwischenmenschlichen Kontakten stiegen die Suchanfragen nach Singapur auf chinesischen Online-Reiseplattformen sprunghaft an, nachdem bekannt geworden war, dass die beiden Länder ab 2024 ein Abkommen über die gegenseitige Befreiung von der Visumpflicht für 30 Tage abschließen wollen.
Die Daten der Reiseplattform „qunar.com“ zeigen, dass sich die Suchanfragen für Flüge nach Singapur im Vergleich zur Vorwoche vervierfacht haben, während die Suchanfragen nach Tickets für die Universal Studios Singapore im Vergleich zum Vormonat sogar um 40 Prozent gestiegen sind.
Chinesische und singapurische Analysten erklärten, dass der Besuch von Minister Wong in China zu einer vertieften Zusammenarbeit geführt habe. Die beiden Länder hätten ihre bilateralen Beziehungen im März zu einer umfassenden, hochwertigen und zukunftsorientierten Partnerschaft ausgebaut, und diese jüngsten Schritte würden den bilateralen Handels- und Investitionsbeziehungen neuen Schwung verleihen. Angesichts der zunehmenden globalen Unsicherheit hätten China und Singapur ihre bilaterale Zusammenarbeit gestärkt, was sich stabilisierend auf die regionale Kooperation auswirken werde.
„Singapurs Ankündigung der gegenseitigen Befreiung von der Visumspflicht ist ein großartiges Zeichen für Singapurs guten Willen und Aufrichtigkeit bei der weiteren Entwicklung einer engen Zusammenarbeit in Bereichen wie Bildung und Tourismus sowie beim zwischenmenschlichen Austausch mit China“, betonte Yu Hong, Senior Research Fellow am East Asian Institute der National University of Singapore, am Donnerstag.
Chinesische Experten sagten, Singapur sei ein wesentlicher Bestandteil der regionalen und globalen Finanzmärkte und Lieferketten, weshalb eine stabile Beziehung zwischen China und Singapur den wirtschaftlichen Aufschwung beider Länder, der Mitglieder der ASEAN (Verband südostasiatischer Länder) und der ganzen Welt effektiv fördern werde.
Yu wies darauf hin, dass die Zusammenarbeit zwischen China und Singapur ein breites Spektrum von Bereichen abdecke - von der traditionellen Zusammenarbeit in den Bereichen Handel und Investitionen bis hin zu aufstrebenden Sektoren wie dem grünen Finanzwesen, der kohlenstoffarmen Entwicklung und der digitalen Wirtschaft.
Chinesischen Analysten zufolge wird das aktualisierte Freihandelsabkommen den Marktzugang für Unternehmen verbessern und zu transparenteren und strengeren Wirtschaftsregeln führen.













