Vereinfachte Verfahren
Zahl der in China lebenden Ausländer steigt wieder
Die Zahl der in China lebenden ausländischen Staatsbürger hat sich auf 85 Prozent des Niveaus von 2019 erholt. Chinas Nationale Einwanderungsbehörde gab am Donnerstag bekannt, dass die Einwanderungsbehörden in ganz China im Jahr 2023 rund 711.000 Aufenthaltsgenehmigungen für Ausländer ausgestellt haben.

Man gehe davon aus, dass mit vereinfachten Verfahren an der Grenze, 24-stündigen visafreien Übergängen und anderen Maßnahmen zur Erleichterung ausländischer Besucher deren Zahl weiter steigen werde. Dies sagte Zhang Ning, ein Sprecher der Nationalen Einwanderungsbehörde auf einer Pressekonferenz am Donnerstag.
Zhang zufolge wurden im Jahr 2023 insgesamt 424 Millionen Ein- und Ausreisen unternommen, was einem Anstieg von 266,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und 67 Prozent des Niveaus von 2019 entspricht. Davon wurden 206 Millionen Reisen von Einwohnern des Festlandes und 183 Millionen von Einwohnern der Regionen Hongkong, Macao und Taiwan unternommen. Etwa 35,5 Millionen Reisende waren Ausländer – rund 36 Prozent des Niveaus von 2019.
China stellte im Jahr 2023 rund 184 Millionen Pässe und 86,09 Millionen Reisedokumente für die Regionen Hongkong, Macao und Taiwan aus. Zirka 1,7 Millionen Visa wurden an Ausländer ausgestellt – ein Plus von 158,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Mehr als 4,8 Millionen Festlandbewohner kamen in den Genuss der „landesweiten Zugangsgenehmigung“ für Reisen in die Sonderverwaltungszone Hongkong und Macao. Sie sparten somit 8,88 Milliarden Yuan (1,14 Millionen Euro) an Transportkosten. Etwa 19.000 hochkarätige Fachkräfte aus dem Großraum Guangdong-Hongkong-Macao erhielten eine Genehmigung für Reisen nach Hongkong und Macao, was den Zustrom von Talenten erleichterte, so Zhang.
Gegen einige Ausländer, die an illegaler Einreise, illegalem Aufenthalt und illegaler Beschäftigung beteiligt waren, wurde rechtmäßig vorgegangen. Sie wurden gemäß den gesetzlichen Bestimmungen bestraft, einschließlich Verwarnungen, Geldstrafen, Verwaltungshaft und der Anordnung einer fristgerechten Ausreise. Unter ihnen wurden 26.000 Personen abgeschoben.
Im Jahr 2023 stellte die chinesische Grenzverwaltung 35.000 illegale Grenzübertritte fest. Dies führte zur Festnahme von mehr als 32.000 Personen, die in grenzüberschreitende Kriminalität wie Glücksspiel und Betrug verwickelt waren. Mehr als 80.000 Schusswaffen, Sprengstoff, 8,5 Tonnen Drogen, 949 Tonnen Drogenmaterial und Schmuggelware im Wert von 760 Millionen Yuan (97,81 Millionen Euro) wurden beschlagnahmt.













