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Biotech-Sektor

USA weiten Vorgehen gegen China aus

german.china.org.cn  |  
30.01.2024

Die USA haben ihr hartes Vorgehen gegen chinesische Unternehmen auf den neuen Bereich der Biotechnologie ausgeweitet. Ein Sonderausschuss des US-Repräsentantenhauses hat einen entsprechenden Gesetzentwurf ausgearbeitet, der es staatlich finanzierten medizinischen Einrichtungen aus Gründen der „nationalen Sicherheit“ verbieten soll, Verträge mit einer Reihe von chinesischen Biotechnologieunternehmen abzuschließen.

(Foto von VCG)

Analysten erklärten am Montag, dass die systematischen Maßnahmen der USA, die das Konzept der „nationalen Sicherheit“ missbrauchen, die normalen bilateralen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen behindern würden. Sie forderten Washington auf, seine Fehler zu korrigieren, um eine normale Zusammenarbeit zwischen der chinesischen und der US-amerikanischen Wirtschaft zu fördern und einen schnelleren wissenschaftlich-technischen Fortschritt zum Wohle aller Menschen zu erreichen.

Laut dem auf der Website des Sonderausschusses veröffentlichten Gesetzesentwurf zielt dieser hauptsächlich auf chinesische Biotech-Unternehmen ab, darunter die BGI Group und ihre Tochtergesellschaft MGI sowie WuXi Apptec und ihre Schwestergesellschaft WuXi Biologics.

Am Montag fielen die an der Shenzhener Börse gehandelten BGI-Aktien in der Folge um 2,51 Prozent auf 40,45 Yuan (5,63 US-Dollar). Die Aktien von WuXi Apptec, die an der Shanghaier Börse gehandelt werden, fielen um die Tageshöchstgrenze von 10 Prozent auf 59,36 Yuan, während die Aktien des Unternehmens an der Hongkonger Börse um 10,6 Prozent auf 57,75 HK-Dollar (7,35 US-Dollar) fielen.

MGI kritisierte, dass die Anschuldigungen in dem Gesetzesentwurfgegen das Unternehmen viele Fehler enthalten würden, und betonte, dass das Unternehmen die Gesetze und Vorschriften in den Ländern, in denen es tätig ist, strikt einhalte und genau auf die Einhaltung der Vorschriften achte.

WuXi Biologics erklärte am Montag, der Gesetzentwurf enthalte eine irreführende Beschreibung des CEO Chen Zhisheng. Chen habe weder für die Academy of Military Medical Sciences oder eine dem Militär nahestehende Institution gearbeitet, noch habe er eine Vergütung von dem Militär nahestehenden Institutionen erhalten, heißt es in einer Mitteilung an die Hongkonger Börse.

„Die weltweiten Geschäftstätigkeiten des Unternehmens laufen wie gewohnt weiter“, hieß es außerdem. Das Unternehmen weist in der Mitteilung auch darauf hin, dass das Unternehmen „in Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen und Vorschriften aller Gerichtsbarkeiten arbeitet, in denen es geschäftlich tätig ist.“

Li Yong, ein leitender Forschungsmitarbeiter bei der China Association of International Trade, erklärte am Montag gegenüber der Global Times: „Der jüngste Schritt der USA weitet das harte Vorgehen gegen chinesische Unternehmen auf andere Sektoren aus, wie z. B. Halbleiter und künstliche Intelligenz, und zwar unter demselben Vorwand wie vorher - dem [Vorwurf] des Schutzes der nationalen Sicherheit.“

Gao Lingyun, ein Experte an der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften, der die Beziehungen zwischen China und den USA genau verfolgt, sagte, dass der Schritt der USA die geordnete bilaterale Wirtschafts- und Handelszusammenarbeit stören und Unternehmen, die sich zu einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bereit erklärt haben, stören werde.

„Einige US-Politiker haben das Sicherheitsbewusstsein von US-Unternehmen und Investoren bei der Zusammenarbeit mit chinesischen Unternehmen unterschätzt. Es ist unwahrscheinlich, dass amerikanische Unternehmen blindlings Schlüsseltechnologien oder Informationen an ihre Geschäftspartner weitergeben“, erklärte Gao am Montag gegenüber der Global Times.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: USA,Biotechnologie,nationale Sicherheit