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Chinas Regulierungsbehörden

​Strafe für S&P Ratings in China im Einklang mit den chinesischen Vorschriften

german.china.org.cn  |  
04.02.2024

Die chinesische Zentralbank hat sechs Ratingagenturen - darunter auch die China-Einheit des US-Unternehmens S&P Global Ratings - wegen Nichteinhaltung gesetzlicher Verfahren und Vorschriften bestraft. Dies ist nach Ansicht von Analysten ein deutliches Signal dafür, dass die chinesischen Regulierungsbehörden ihre Bemühungen zur Regulierung des für die Leistung von Unternehmen und Wirtschaft entscheidenden Ratingsektors derzeit noch einmal verstärken.

(Foto von Xinhua)

Während ausländische Medien die üblichen Maßnahmen der chinesischen Aufsichtsbehörden gegen ausländische Unternehmen nutzen, um das chinesische Geschäftsumfeld zu verunglimpfen, erklärten Analysten, dass der Schritt der People's Bank of China (PBC) im Einklang mit den chinesischen Gesetzen und Vorschriften stehe und sich nicht speziell gegen ein ausländisches Unternehmen richte und dass China schnell gehandelt habe, um seinen Markt für ausländische Unternehmen weiter zu öffnen.

In einer Mitteilung vom Freitag erteilte die PBC sechs Ratingagenturen, darunter S&P Global (China) Ratings, wegen Verstößen gegen die Vorschriften Verwarnungen und Geldstrafen in Höhe von insgesamt 34,47 Millionen Yuan (4,79 Millionen US-Dollar). Gegen S&P Global (China) Ratings wurde ein Bußgeld in Höhe von 2,12 Millionen Yuan verhängt, weil das Unternehmen drei Arten von Verstößen begangen hatte: Nichtbeachtung der gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren und Geschäftsregeln, nicht ordnungsgemäße Übermittlung von Berichten an die für die Ratingbranche zuständigen Behörden oder die von ihnen beauftragten Agenturen sowie Verstoß gegen den Grundsatz der Kohärenz. Ein ehemaliger leitender Angestellter des Unternehmens wurde überdies ebenfalls zu einer Geldstrafe von 30.000 Yuan verurteilt.

Alle anderen fünf mit Geldbußen belegten Ratingfirmen waren chinesische Unternehmen, darunter Far East China Credit, China Lianhe Credit Rating Co und CSCI Pengyuan Credit Rating. Sie alle erhielten höhere Geldstrafen als S&P Global (China), laut der PBC-Mitteilung lagen diese Strafen zwischen 3,9 Millionen Yuan und 7,69 Millionen Yuan.

Analysten zufolge signalisiert der Schritt der PBC, dass die chinesischen Regulierungsbehörden ihre Bemühungen zur Regulierung des Ratingsektors verstärken, in dem es viele problematische Praktiken gibt, die sich sehr negativ auf die chinesischen Unternehmen und die Wirtschaft auswirken.

„Wenn Kreditratings nicht objektiv sind, dann wären sie Fehlinformationen und unwahre Inhalte, was die Kreditwürdigkeit von Unternehmen stark beeinträchtigen und untergraben würde", erklärte Li Yong, ein leitender Forschungsmitarbeiter bei der China Association of International Trade, am Samstag gegenüber der Global Times.

„Das ist ein sehr wichtiges Thema, weil es sich direkt auf die Leistung von Unternehmen auswirkt.“

Li sagte, dass Kreditratings auf einer wissenschaftlichen und objektiven Analyse beruhen müssten und ihre Methodik fair sein müsse, und wenn diese Prinzipien verletzt werden, könnten Kreditratings große Störungen für Unternehmen und Märkte verursachen.

Die Strafe für S&P Global (China) wurde in einigen ausländischen Medienberichten hervorgehoben, da westliche Medien die rechtlichen und regulatorischen Maßnahmen Chinas gegen bestimmte Verhaltensweisen ausländischer Unternehmen kritisieren. Analysten mahnten jedoch, dass solche normalen regulatorischen Maßnahmen nicht verzerrt dargestellt werden sollten.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Zentralbank,USA,Wirtschaft