Weltweit größter CO2-Emissionsmarkt
Essentiell für Verwirklichung der Klimaziele
Chinas nationaler Markt für den Handel mit Kohlendioxidemissionen (CO2) ist mittlerweile der weltweit größte seiner Art für Treibhausgasemissionen. Die jährliche Marktabdeckung für CO2-Emissionen erreiche etwa 5,1 Milliarden Tonnen und umfasse 2.257 größere Einheiten, berichtete ein hoher Beamter des Ministeriums für Ökologie und Umwelt am Montag auf einer Pressekonferenz.

(Foto von VCG)
Beobachter wiesen darauf hin, dass der nationale Markt für CO2-Emissionen seit seiner Eröffnung vor zweieinhalb Jahren eine wichtige Rolle bei der Verwirklichung der beiden Klimaziele („Doppelte CO2“-Ziele) – Erreichung des Höhepunkts der Kohlenstoffemissionen und Kohlenstoffneutralität - gespielt und reibungslos funktioniert habe.
Als Ausgangspunkt für den nationalen Kohlenstoffmarkt wurde im Juli 2021 der Stromsektor gewählt. Bis heute wurden nacheinanderbereits zwei „Compliance“-Zyklen (zur Überprüfung der Einhaltung der Anforderungen), von 2019 bis 2020 und von 2021 bis 2022, abgeschlossen. In beiden Zyklen seien die Ziele erreicht worden, erklärte der stellvertretende Minister für Ökologie und Umwelt, Zhao Yingmin, beim Pressegespräch. Zhao hob vor allem den stabilen Betrieb des Marktes als einen wichtigen Erfolg hervor, zusammen mit der höheren Aktivität und den stetig steigenden Kohlenstoffpreisen.
Das Handelsvolumen des zweiten Erfüllungszyklus stieg im Vergleich zum ersten Zyklus um 19 Prozent, und der Umsatz wuchs um 89 Prozent. Die Kohlenstoffpreise seien von 48 Yuan (6,67 US-Dollar) pro Tonne zu Beginn auf 80 Yuan pro Tonne gestiegen, was einem Anstieg von 66 Prozent entspreche, so Zhao.
Der nationale Kohlenstoffmarkt habe sich für China mittlerweile zu einem wichtigen marktbasierten Mittel entwickelt, um den Klimawandel zu bekämpfen und seine „Doppelten CO2“-Ziele zu erreichen, erklärte Ma Jun, Direktor des in Beijing ansässigen Instituts für öffentliche und Umweltangelegenheiten, am Montag gegenüber der Global Times. Die erfolgreiche Einführung und das stabile Funktionieren des Kohlenstoffmarktes in China habe eine große Bedeutung, da das Land mit einer relativ großen Menge an Emissionen konfrontiert sei und Schwierigkeiten habe, diese innerhalb eines engen Zeitrahmens zu reduzieren. Er betonte, wie wichtig es daher sei, marktorientierte Ansätze wie den nationalen Kohlenstoffmarkt zu nutzen, um effizient Fortschritte zu erzielen.
Das stabile Funktionieren des Kohlenstoffmarktes habe wesentlich dazu beigetragen, den Weg zur Erfüllung der nationalen „Doppelten CO2“-Ziele voranzuschreiten und eine grüne und kohlenstoffarme Entwicklung zu fördern, so Zhao. So wurden beispielsweise die Kosten der Kohlenstoffreduzierung gesenkt. Die Gesamtkosten der Reduktionen im Energiesektor wurden in den beiden Erfüllungszyklen um etwa 35 Milliarden Yuan gesenkt.
Was die weitere Ausweitung des Marktes angeht, erklärte Zhao, dass das Ministerium die erste Ausweitung derzeit aktiv vorantreibe. Aktuell sei nur der Energiesektor in die Quotenregelung für acht energieintensive Branchen einbezogen, darunter die Stromerzeugung, die Eisen- und Stahlindustrie, die Baustoffindustrie und andere Sektoren, die für rund 75 Prozent der chinesischen Kohlendioxidemissionen verantwortlich sind.
Ma sagte, dass der Kohlenstoffmarkt mit dem Energiesektor begonnen habe, da dieser die größte Menge an Emissionen mit relativ ausgereiften Methoden der Emissionsberechnung aufweise. Die Ausweitung des Marktes werde anschließend aber auch die Emissionen der übrigen Branchen einschließend und auf den jeweiligen Reifegrad ihrer Verwaltung berücksichtigen.











