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Bekämpfung des Protektionismus

China will sein Netz von Freihandelszonen mit hohem Standard erweitern

german.china.org.cn  |  
05.03.2024

Angesichts der in manchen Regionen auf der Welt zunehmenden Protektionismustendenz will China sein Netz an Freihandelszonen weiter ausbauen. So soll zum Beispiel die Erweiterung des „Freihandelszonenabkommens 3.0“ mit dem Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN) noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

China hat sich zum Ziel gesetzt, sein Netz von Freihandelszonen mit hohem Standard in diesem Jahr zu erweitern, indem es proaktiv an Verhandlungen teilnimmt, bestehende Pakte umsetzt und neue Partnerschaften anstrebt.

Dies werde dazu beitragen, den Außenhandel des Landes zu stabilisieren und ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu ermöglichen, betonten Beamte und Experten. Sie fügten hinzu, dass China mit der Förderung des Freihandels und der wirtschaftlichen Öffnung der zunehmenden Welle des Protektionismus und der Handelsschranken entgegenwirken und ein integrativeres und stärker vernetztes globales Handelssystem schaffen wolle, von dem alle Teilnehmer profitieren könnten.

Nach Angaben des Handelsministeriums hatte China mit Stand von Ende Januar 22 Freihandelsabkommen mit 29 Ländern und Regionen unterzeichnet, die etwa ein Drittel des gesamten Außenhandelsvolumens ausmachen.Durch den Abbau von Handelsschranken und die Eröffnung neuer Marktzugangsmöglichkeiten habe China eine Welle von Chancen für seine exportorientierten Unternehmen ausgelöst, die es ihnen ermöglichen, bisher unerschlossene Märkte zu erkunden und ihre globale Präsenz zu erweitern, erläuterte Liu Xiangdong, Forscher am China Center for International Economic Exchanges. Die schiere Größe des chinesischen Marktes mit einer Bevölkerung von rund 1,4 Milliarden Menschen und insbesondere einer ständig wachsenden Mittelschicht biete ein immenses Potenzial für seine Handelspartner, die ihren Kundenstamm erweitern wollen, fügte Liu hinzu.

Allerdings sei die derzeitige Weltwirtschaftslage durch eine anhaltend niedrige Export-, Konsum- und Investitionsnachfrage in den großen Volkswirtschaften gekennzeichnet. Die geringere Kaufkraft der Verbraucher und das langsamere Wirtschaftswachstum in den wichtigsten Märkten würden unweigerlich Auswirkungen auf die exportorientierten Volkswirtschaften - einschließlich China - haben, so Ming Ming, Chefökonom von CITIC Securities. Die Zunahme protektionistischer Maßnahmen wie Zölle und Handelsschranken, die von verschiedenen Ländern verhängt werden, sowie die zunehmenden geopolitischen Spannungen würden das Marktvertrauen bis zu einem gewissen Grad dämpfen und zu einer vorsichtigen Haltung von Unternehmen und Verbrauchern führen, was wiederum das Wachstumspotenzial der Außenhandelsaktivitäten einschränke, fügte er hinzu.

Trotz des schwierigen weltwirtschaftlichen Umfelds werden Chinas kontinuierliche Bemühungen, sein Netz von Freihandelszonen mit hohem Standard voranzutreiben, dem Land dabei helfen, in der sich verändernden Dynamik des Weltmarkts wettbewerbsfähig zu bleiben. China werde sich darum bemühen, die Verhandlungen über die Erweiterung des „Freihandelszonenabkommens 3.0“ zwischen China und dem Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN) noch in diesem Jahr abzuschließen, ebenso wie die Freihandelsverhandlungen mit Honduras und die erweiterten Freihandelsgespräche mit Peru, berichtete Wang Shouwen, Chinas Vertreter für internationalen Handel, auf einer Pressekonferenz Ende Januar.

China werde eine Reihe von Freihandelsverhandlungen mit wichtigen Partnern wie dem Golf-Kooperationsrat, Neuseeland, Südkorea und der Schweiz aufnehmen, um ein globales Netz von Freihandelszonen mit hohem Standard aufzubauen, kündigte Wang an, der gleichzeitig auch Vize-Handelsminister ist.

Chinas Schritte zur Diversifizierung seiner Handelspartner würden das Land vor Anfälligkeiten schützen, die mit einer übermäßigen Abhängigkeit von einem einzelnen Markt verbunden sind. So könne man Risiken mindern und sicherstellen, unsichere globale Bedingungen leichter zu meistern, sagte Zhou Mi, ein leitender Forscher an der Chinesischen Akademie für internationalen Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Freihandelszonen,China,Protektionismus,Verhandlungen