Warnung vor ausländischer Spionage
Chinas Sicherheitsbehörden appellieren an im Ausland lebende Staatsangehörige
Das chinesische Ministerium für Staatssicherheit hat vor den manipulativen Taktiken ausländischer Geheimdienste gewarnt, die darauf abzielen, chinesische Staatsangehörige im Ausland zu rekrutieren und sensible Informationen von ihnen zu erlangen.
Das chinesische Ministerium für Staatssicherheit hat am Freitag einen Artikel veröffentlicht, in dem es chinesische Staatsangehörige, die im Ausland stationiert sind, vor „freundlichen“ Personen warnt, die sich in der Regel auf Schlüsselgruppen der im Ausland lebenden Chinesen konzentrieren und verschiedene Methoden anwenden würden, um sich zu nähern, Informationen zu sammeln, zu infiltrieren und zu rekrutieren.
Chinas internationale Wirtschafts- und Handelskooperation hat zur Expansion von Unternehmen und Projekten im Ausland geführt und damit zum Wachstum der Weltwirtschaft beigetragen. Ausländische Nachrichtendienste sind seit langem an den internen Informationen der führenden Unternehmen der High-Tech-Branche interessiert und verstehen es nach Angaben des Ministeriums, chinesische Staatsangehörige, die im Ausland stationiert sind, mit manipulativen Taktiken zu ködern. Eine häufige Taktik bestehe darin, zufällige Begegnungen zu schaffen und Gespräche zu initiieren, um die Gunst und das Vertrauen der Zielperson zu gewinnen, indem man sich hilfsbereit und entgegenkommend verhält. Indem sie auf die Interessen der Zielperson eingehen, vertiefen diese „freundlichen“ Mitarbeiter regelmäßig die emotionale Bindung zur Zielperson, um deren Vertrauen zu gewinnen, so das Ministerium.
Nachdem sie in die Fallen getappt sind, könnten einige chinesische Staatsangehörige, die im Ausland stationiert sind, ihre Vorsicht bzw. Wachsamkeit verlieren und Staatsgeheimnisse preisgeben. Einige könnten dazu gezwungen werden, nationale Interessen zu verraten, während einige sogar bereitwillig zu Komplizen ausländischer Geheimdienste werden könnten, was eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellen würde, so die staatlichen Sicherheitsbehörden.
Die Behörden erinnerten chinesische Staatsangehörige, die für längere Zeit im Ausland stationiert sind, deshalb daran, im Umgang mit anderen eine ruhige und rationale Haltung zu bewahren, um Risiken zu vermeiden.
Chinesische Staatsangehörige, die im Ausland in sensiblen Unternehmen arbeiten, seien für ausländische Spione eine besonders wertvolle Quelle, um Informationen aus erster Hand zu erhalten. Diese Mitarbeiter müssten sich der Bedeutung, Sensibilität und Vertraulichkeit ihrer Position und der Informationen, über die sie verfügen, voll bewusst sein, so das Ministerium in dem Artikel. „Dies ist sowohl ein Schutz der nationalen Sicherheit als auch eine Verantwortung für die persönliche Sicherheit."
Das überarbeitete Spionageabwehrgesetz ist am 1. Juli 2023 in Kraft getreten. Wenn jemand gezwungen oder getäuscht wird, einer Spionage- oder feindlichen Organisation im Ausland beizutreten und sich an Aktivitäten zu beteiligen, die der nationalen Sicherheit schaden, sollte er die Situation unverzüglich den chinesischen diplomatischen Vertretungen in dem Ausland erklären. Sie sollten dies den nationalen Sicherheitsbehörden direkt oder über ihren Arbeitgeber melden und nach der Rückreise nach China Reue zeigen. In solchen Fällen können sie nach dem überarbeiteten Gesetz nicht zur Rechenschaft gezogen werden.













