Käufe ziehen an
Chinas Immobilienmarkt erlebt ein geschäftiges Wochenende
Chinas Immobilienmarkt erlebt ein geschäftiges Wochenende: Nach der Ankündigung einer neuen Wohnungspolitik durch die Regierung zieht das Handelsvolumen deutlich an. Experten erwarten einen Anstieg des Immobilienverkaufs in den kommenden Wochen.
Der chinesische Immobilienmarkt hat ein geschäftiges Wochenende hinter sich. Die Zahl der Beratungsgespräche war mehr als doppelt so hoch wie zuvor und das Handelsvolumen zog ebenfalls deutlich an. Die Regierung hatte am Freitag eine neue Wohnungspolitik zur Stabilisierung des Immobiliensektors angekündigt.
Immobilienmakler und -experten sagten am Sonntag, dass sie davon ausgehen, dass die Lockerung der Immobilienpolitik den Verkauf von Immobilien in den kommenden Wochen ankurbeln wird.
Ein Mitarbeiter eines Immobilienbüros in Beijing sagte, dass sich die Zahl der Anfragen am Samstag im Vergleich zur Vorwoche nach der Ankündigung der neuen Maßnahmen mehr als verdoppelt habe.
Ein anderer Immobilienmakler mit dem Nachnamen Ma aus Shanghai berichtete von einem sprunghaften Anstieg der Anfragen von potenziellen Hauskäufern nach der Ankündigung der neuen Maßnahme.
„Die Zahl der Hausbesuche am Wochenende hat sich im Vergleich zu den vorangegangenen Wochen verdoppelt“, sagte Ma und fügte hinzu, dass nicht wenige seiner Kunden auf eine weitere Lockerung der Politik warten, wie etwa die Aufhebung aller Kaufbeschränkungen in Shanghai.
In einem weiteren Schritt beschlossen die vier Städte der ersten Ebene, also Beijing, Shanghai, Guangzhou und Shenzhen, die Zinssätze für individuelle Wohnungsbaudarlehen ab Samstag um 0,25 Prozentpunkte zu senken, um die von der People’s Bank of China am Freitag angekündigte Zinssenkung umzusetzen.
Die chinesischen Behörden kündigten am Freitag eine Reihe von „bahnbrechenden“ neuen Maßnahmen zur Förderung des Immobilienverkaufs an. Dazu gehörten die weitere Senkung der Anzahlungsquote auf 15 Prozent für Erstwohnungskäufer, die Senkung des Zinssatzes für Darlehen des Vorsorgefonds, die Abschaffung der Untergrenze für Hypothekenzinsen für den Erwerb von Erst- und Zweitwohnungen und die Einrichtung einer Darlehensfazilität der Zentralbank in Höhe von 300 Milliarden Yuan (41,6 Milliarden US-Dollar) für erschwinglichen Wohnraum.
Die neue Wohnungspolitik folgte auf eine wichtige Sitzung des Politbüros des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas am 30. April, auf der die Notwendigkeit betont wurde, den Wohnungsbestand zu verringern.
Die Sitzung forderte die Erforschung von Maßnahmen zum Abbau der Bestände und zur Verbesserung der Qualität des neu geschaffenen Wohnraums und wies darauf hin, dass Anstrengungen unternommen werden sollten, um ein neues Modell für die Entwicklung des Immobiliensektors zu schaffen, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua.
Der Immobilienmarkt forderte die Umsetzung gezielterer und effizienterer Maßnahmen zum Abbau von Lagerbeständen, um die Wohnungspreise zu stabilisieren und das Vertrauen der Öffentlichkeit zu stärken. Als eine der Säulen der Volkswirtschaft dürfte die neue Wohnungsbaupolitik zu einem verstärkten Verkauf von Wohnimmobilien führen, was eine stabile Erholung der chinesischen Wirtschaft fördern wird, so Experten.













