So viel wie kein anderes Land!
China mit neuen Zugängen auf UNESCO-Liste für Weltnaturerbe
Mit zwei neuen Zugängen steht China nun bei 15 Stätten auf der Liste des Weltnaturerbes – so viel wie kein anderes Land! Dieses Mal wurden die Wüste „BadainJaran - Türme aus Sand und Seen“ sowie ein Vogelschutzgebiet am Gelben Meer hinzugefügt.

Nach rund sieben Jahren Vorbereitungszeit wurde die chinesische Wüste „BadainJaran - Türme aus Sand und Seen“ endlich in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Ein weiterer Neuzugang auf der Liste seien die Vogelschutzgebiete entlang der Küste des Gelben Meeres - Bohai-Golf (Phase II), die für ihre Rolle als „wertvolle und empfindliche Ökosysteme“ ausgezeichnet worden seien, so Zhang Yujun, Professor und Direktor des Nationalpark-Forschungszentrums der Beijinger Forstwirtschaftsuniversität.
Die beiden Stätten wurden auf der jüngsten 46. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees in Neu-Delhi, Indien, in die Liste des Welterbes aufgenommen. Mit der Aufnahme der beiden Stätten in die Liste des Weltnaturerbes verfügt China nun über 15 Stätten - so viele wie kein anderes Land auf der Welt.
Die Wüste „BadainJaran– Türme aus Sand und Seen“ liegt auf dem Alxa-Plateau in der nordchinesischen Autonomen Region Innere Mongolei und verfüge über „unersetzliche natürliche Merkmale“, wie die höchsten stabilisierten Sanddünen der Welt, von denen einige 460 Meter hoch seien, sagte Liang Baorong, Direktor des Alxa Right Banner Administration Bureau des UNESCO Global Geopark Alxa Desert.
Die Stätte besteht nicht nur aus Sanddünen, sondern umfasst verschiedene Biome wie Wüste und Seen, die zu einer einzigen Landschaft verschmelzen. Es handelt sich außerdem um die drittgrößte Wüste des Landes. Vielfältige mikrobielle und sa-linitäre Gemeinschaften färben nicht nur die 144 Seen zwischen den Bergen, sondern bieten auch einen artenreichen Lebensraum für Vögel, Weichtiere und Fische.
Liang wies darauf hin, dass die „biologische Vielfalt“ der Stätte dazu beigetragen habe, sie zum Weltnaturerbe zu machen, und dass in den vergangenen sieben Jahren mehrere Projekte durchgeführt worden seien, darunter auch die Festlegung der Pufferzone der Stätte, während derer der Antragsplan für die Stätte mehrmals geändert wurde.
Zhang sagte, dass sowohl das Antragsverfahren als auch die Aufnahme in die UNESCO-Liste des Welterbes diese Stätten „für die Öffentlichkeit sichtbarer“ machen würden und „mehr Aufmerksamkeit auf die nachhaltige Entwicklung dieser Stätten lenken“ könnten.
Die Aufnahme in die Liste sei für die chinesischen Behörden und die Öffentlichkeit aber nur ein erster Schritt. Zhang erklärte, dass diese Stätten ein großes Potenzial für die Forschung und den Schutz bieten würden, das es zu erforschen gilt, und dass die Wahrung des Gleichgewichts zwischen menschlichen Aktivitäten und der Sicherheit des Ökosystems immer ein wichtiges Thema sein werde.













