share
Home> International

US-Schulden überschreiten 35 Billionen-Marke

german.china.org.cn  |  
30.07.2024

Die Gesamtverschuldung der US-Bundesregierung hat Ende letzter Woche erstmals die Marke von 35 Billionen US-Dollar überschritten, wie aus den am Montag veröffentlichten Daten des Finanzministeriums hervorgeht.

(Foto von Xinhua)


Die gesamte ausstehende Staatsverschuldung stieg am Freitag demnach auf 35 Billionen US-Dollar, wie aus dem kürzlich veröffentlichten Daily Treasury Statement hervorgeht. Die Daten werden am Ende eines jeden Geschäftstages mit den Daten des vorangegangenen Geschäftstages aktualisiert. Vor nur sieben Monaten hatte die US-Staatsverschuldung Ende Dezember 2023 erst die Grenze von 34 Billionen US-Dollar überschritten. Drei Monate davor hatten die Vereinigten Staaten mit 33 Billionen US-Dollar einen historischen Meilenstein erreicht.

„Die Verschuldung schreitet unaufhaltsam voran, rücksichtslos und unnachgiebig“, sagte Maya MacGuineas, Präsidentin des Komitees für einen verantwortungsvollen Bundeshaushalt, in einer Erklärung. „Doch trotz aller Risiken und Warnzeichen scheinen diese Alarmglocken auf taube Ohren zu stoßen.“ Weiter mahnte sie: „Wir müssen mit der Verschuldung ernst machen, und zwar bald. Wahljahre können keine Ausnahme sein, wenn es darum geht, völlig vorhersehbare Gefahren zu verhindern - und die Schulden sind eine der größten Gefahren, denen wir gegenüberstehen.“


Nach Angaben der Peter G. Peterson Foundation, einer überparteilichen Organisation, die sich mit den langfristigen finanzpolitischen Herausforderungen der USA befasst, entspricht die Staatsverschuldung von 35,001 Billionen US-Dollar im Durchschnitt einer Verschuldung von 103.945 US-Dollar pro Person in den Vereinigten Staaten.


„Unsere Defizite werden hauptsächlich durch vorhersehbare strukturelle Faktoren verursacht: unsere alternde Babyboom-Generation, steigende Gesundheitskosten und ein Steuersystem, das nicht genug Geld einbringt, um das zu bezahlen, was die Regierung ihren Bürgern versprochen hat“, so die Stiftung.


Desmond Lachman, ein leitender Mitarbeiter des American Enterprise Institute und ehemaliger Beamter des Internationalen Währungsfonds (IWF), erklärte gegenüber Xinhua, es stehe außer Frage, dass sich das Haushaltsdefizit der USA auf einem unhaltbaren Weg befinde. Dieser „gefährliche Kurs“ werfe „ernste Fragen für den Dollar“ und die langfristigen Inflationsaussichten auf, so Lachman.

Diesen Artikel DruckenMerkenSendenFeedback

Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: USA,Schulden,Defizit