Ein anderer Weg
Was kann die Chinesische Modernisierung den Entwicklungsländern bieten?
Früher war Modernisierung fast ein Synonym für Verwestlichung. Doch für viele Entwicklungsländer führte dieser Weg in die Sackgasse. Mit der Chinesischen Modernisierung bietet China nun ein alternatives Modell, das den Bedürfnissen dieser Länder besser entspricht.

Nach Ansicht von Experten erweitert die Chinesische Modernisierung die Möglichkeiten der Entwicklungsländer, Wachstum und Entwicklung zu erreichen, und bietet überdies eine chinesische Lösung für die Erforschung eines besseren Sozialsystems für die Menschheit.
Ein anderer Weg zur Modernisierung
Die Modernisierung hat eine etwa 500-jährige Geschichte, während die Modernisierungstheorie nur eine kurze Geschichte von etwa 70 Jahren hat. Hierzu habe China bedeutende theoretische Beiträge geleistet, erklärte Jin Ge, Assistent des Direktors des Instituts für Länderkunde an der Peking-Universität, kürzlich in einem Interview mit Xinhua.
Lange Zeit war Modernisierung ein Synonym für Verwestlichung. Viele Länder, vor allem Entwicklungsländer, wandten sich in ihrem Streben nach Modernisierung an den Westen, wobei ihre Bemühungen oft vergeblich oder nur mit geringem Erfolg endeten.
China bietet jedoch einen völlig anderen Weg: einen Weg des Friedens und der Entwicklung, der Zusammenarbeit, bei der beide Seiten gewinnen, und der Harmonie zwischen Mensch und Natur anstelle von externer Expansion und Ausbeutung.
Die Chinesische Modernisierung hat „die Behauptung widerlegt, dass 'Modernisierung gleich Verwestlichung' ist“, heißt es in einem Bericht einer Denkfabrik mit dem Titel „Chinese Modernization: The Way Forward“, der im Mai veröffentlicht wurde.
Nach Ansicht von Experten erweitert der chinesische Ansatz die Möglichkeiten der Entwicklungsländer, Wachstum und Entwicklung zu erreichen, und bietet eine alternative Lösung für die Erforschung eines besseren Sozialsystems für die Menschheit. Für die Entwicklungsländer war der Weg zur Modernisierung bislang voller Irrungen und Wirrungen.
„Für die meisten Entwicklungsländer besteht das größte Bedürfnis in der Entwicklung. Wir sollten die Modernisierung auf der Grundlage unserer eigenen Ressourcen und Bedingungen vorantreiben“, sagte Jin.
„In den 1980er Jahren bestand das größte Problem in China darin, uns selbst zu ernähren und die Grundbedürfnisse unseres Volkes zu befriedigen. Das rechtfertigte und bestimmte unsere Bemühungen und unseren Wunsch nach Modernisierung“, erläuterte Jin.
Die Entwicklungsländer könnten sich von der Methodik der chinesischen Modernisierung inspirieren lassen. Jin zufolge sollten die Entwicklungsländer wirtschaftliches Wachstum, politische Entwicklung und kulturellen Wohlstand anstreben, indem sie einen unabhängigen Weg einschlagen, der ihre einzigartigen Bedingungen in den Vordergrund stellt.
Ermöglicht durch eine starke Führung
Ein bemerkenswertes Merkmal der Chinesischen Modernisierung ist laut Jin die starke Führung durch die KP Chinas und das Regierungsteam. Die Führung sei in der Lage, soziale Ressourcen zu mobilisieren und die nationale Einheit zu wahren - und Einheit bedeutet ihm zufolge Stärke.
Seit dem Beginn der chinesischen Reform- und Öffnungspolitik hat das Land ein schnelles Wirtschaftswachstum erzielt und eine langfristige soziale Stabilität aufrechterhalten, die auch als „die zwei Wunder“ bekannt sind.
In seinem letzte Woche veröffentlichten Abschlussbericht für Chinas Artikel-IV-Konsultation 2024 begrüßte der Internationale Währungsfonds (IWF) das robuste Wirtschaftswachstum Chinas und erhöhte seine Prognose für das jährliche Wirtschaftswachstum auf 5 Prozent in diesem Jahr. Trotz verschiedener Herausforderungen sei ein höheres und widerstandsfähigeres Wachstum für die chinesische Wirtschaft „in Reichweite“, solange die umfassenden Reformen fortgesetzt würden, sagte Sonali Jain-Chandra, IWF-Missionschefin für China, gegenüber Xinhua.













