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Für eine stärkere Internationalisierung

Hongkong will mehr Yuan-Produkte anbieten

german.china.org.cn  |  
06.09.2024

Hongkong will künftig ein besseres Umfeld für die zunehmende Verwendung des Yuan schaffen. In der Sonderverwaltungszone soll es mehr Yuan-Produkte und Instrumente für das  Risikomanagement geben.

Internationale Investoren sollen den Yuan für Handel und Investitionen nutzen können, sagte Hongkongs Finanzminister Paul Chan Mo-po am Donnerstag.

Chan äußerte sich entsprechend auf dem Bund-Gipfel, den das China Finance 40 Forum und das China Center for International Economic Exchanges in Shanghai organisiert hatten.

Hongkong werde auch weiterhin die Zentral-, Provinz- und Kommunalbehörden des chinesischen Festlandes bei der Emission von auf Yuan lautenden Anleihen in Hongkong unterstützen, so Chan.

Die Plattform mBridge habe das Stadium des „minimal funktionsfähigen Produktes“ erreicht und werde seit Juni für Unternehmenstransaktionen eingesetzt. mBridge wurde gemeinsam von der People's Bank of China, der Hong Kong Monetary Authority und anderen Zentralbanken entwickelt, um schnellere grenzüberschreitende Abwicklungen in den jeweiligen Währungen zu ermöglichen.

Langfristig werde das Projekt die Kosten für Handelstransaktionen senken. Außerdem werde es multilaterale Kapitalströme erleichtern und gleichzeitig die Internationalisierung des Yuan unterstützen, so Chan.

Der chinesische Yuan blieb im Juli den neunten Monat in Folge die viertwichtigste Währung im weltweiten Zahlungsverkehr. Sein Anteil stieg auf 4,74 Prozent, wie aus den vom Banken-Kommunikationssystem Swift bereitgestellten Daten hervorgeht. Dies ist ein Zeichen für die stetige Internationalisierung der Währung vor dem Hintergrund des robusten Wirtschaftswachstums und des beständigen Engagements für Reformen und Öffnung in China.

Als internationales Finanzzentrum könne Hongkong eine einzigartige und entscheidende Rolle dabei spielen, die Öffnung des Finanzsektors des chinesischen Festlandes auf hohem Niveau voranzutreiben, so Chan.

Hongkong sei der bevorzugte Kanal für den Zugang zum Finanzmarkt des chinesischen Festlandes.

„Auf Grundlage des Rahmens ‚Ein Land, zwei Systeme‘ praktizieren wir das Common Law mit einer hoch angesehenen Kultur der Rechtsstaatlichkeit. Wir gewährleisten den freien Fluss von Kapital, Talenten und Informationen“, sagte Chan.

Internationale Finanzinstitutionen sind laut Statistiken in Hongkong stark vertreten: Mehr als 70 der 100 weltweit führenden Banken und 7 der 10 führenden Versicherungsunternehmen sind in der Stadt tätig.

In den vergangenen vier Jahrzehnten habe Hongkong als „Testgelände“ für die Reform und Öffnung der Finanzmärkte auf dem Festland gedient. Angefangen habe dies mit der Einführung von H-Aktien für Unternehmen vom Festland an der Hongkonger Börse in den 1990er Jahren, so Chan.

Mit tatkräftiger Unterstützung der Zentralregierung werden die grenzüberschreitenden Anlagekanäle, die „Connect Schemes“ zwischen dem Festland und Hongkong ausgeweitet. Im April dieses Jahres kündigte die chinesische Wertpapieraufsichtsbehörde weitere Maßnahmen an, um Umfang und Tiefe des Systems zu erhöhen. Darunter fällt auch die Einbeziehung des Yuan-Schalters in das Stock Connect-System.


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Internationalisierung,Hongkong,Yuan,Produkte