Außenhandel
Chinas Exporte gewinnen im August weiter an Schwung und übertreffen Markterwartungen
Chinas Warenimporte und -exporte haben in den ersten acht Monaten dieses Jahres einen Gesamtwert von 28,58 Billionen Yuan (3,65 Billionen Euro) erreicht. Das entspricht einem Anstieg von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Mit dem Anstieg bleiben die Importe und Exporte auf einem stetigen Wachstumspfad, wie aus den am Dienstag von der Allgemeinen Zollverwaltung veröffentlichten Daten hervorgeht.
Von dieser Gesamtsumme beliefen sich Chinas Exporte auf 16,45 Billionen Yuan (2,10 Billionen Euro) – ein Anstieg von 6,9 Prozent. Die Importe lagen bei 12,13 Billionen Yuan (1,55 Billionen Euro), ein Anstieg von 4,7 Prozent. Dies führte zu einem Handelsüberschuss von 4,32 Billionen Yuan (550 Milliarden Euro), der gemäß der Statistiken der Zollverwaltung 13,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr anstieg.
Allein im August verzeichnete der Außenhandel des Landes 3,75 Billionen Yuan (480 Milliarden Euro), 4,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Exporte verzeichneten in diesem Monat 2,20 Billionen Yuan (280 Billionen Euro), ein Plus von 8,4 Prozent, während die Importe mit 1,55 Billionen Yuan (200 Billionen Euro) gegenüber dem Vorjahreszeitraum unverändert blieben.
In US-Dollar gerechnet stiegen die chinesischen Exporte im vergangenen Monat um 8,7 Prozent und übertrafen damit die allgemeinen Markterwartungen. Die Einfuhren stiegen um 0,5 Prozent.
Chinas Außenhandel hat sich im Jahr 2024 als sehr widerstandsfähig erwiesen. Im August waren die Exporte höher als erwartet und übertrafen die globalen Wirtschaftstrends und die Wachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Obwohl Chinas Außenhandelsunternehmen in den vergangenen Jahren mit immer komplexeren und schwierigeren globalen Bedingungen konfrontiert gewesen seien, hätten sie eine starke Wettbewerbsfähigkeit bewiesen. Dies sagte Zhou Maohua, ein Wirtschaftswissenschaftler der China Everbright Bank, am Dienstag.
Die wichtigste Stütze von Chinas Außenhandel ist die anhaltende Expansion der globalen Nachfrage. Chinas Handelsstruktur optimiert sich weiter, mit einer starken Leistung in Schwellenländern wie den ASEAN-Staaten, den Partnerländern der Belt and Road Initiative und Lateinamerika.
Es bestehe zudem die Möglichkeit, dass einige Einzelhändler chinesische Waren vor der traditionellen Haupteinkaufssaison auf Lager nehmen, sagte Zhou. Grund seien die instabilen politischen Aussichten in Europa und den USA und die durch geopolitische Unwägbarkeiten verursachten höheren Versandkosten.
Als weltgrößter Warenhändler hat China seinen Handel mit den ASEAN-Staaten, der EU, den USA und Südkorea kontinuierlich ausgebaut. In den ersten acht Monaten blieb die ASEAN der größte Handelspartner Chinas. Das bilaterale Handelsvolumen erreichte 4,5 Billionen Yuan (570 Milliarden Euro), 10 Prozent mehr als im Vorjahr, was 15,7 Prozent des gesamten chinesischen Außenhandels beträgt.
Die EU ist der zweitgrößte Handelspartner Chinas mit einem bilateralen Handelsvolumen von 3,72 Billionen Yuan (470 Milliarden Euro). Das ist ein Anstieg von 1,1 Prozent im Vorjahresvergleich und 13 Prozent des gesamten chinesischen Außenhandels.
An dritter Stelle rangierten die USA mit einem Handelsvolumen von 3,15 Billionen Yuan (400 Milliarden Euro), was einem Anstieg von 4,4 Prozent entspricht. Südkorea war Chinas viertgrößter Handelspartner mit einem Handelswert von 1,51 Billionen Yuan (190 Milliarden Euro), ein Anstieg von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.













